25-Tage-Methodentraining: Tag 2 ...
Diese Ausführungen sind Teil eines 25-Tage-Trainings in persönlicher Arbeitsmethodik.
1. Klare Ziele!
Was meint ein Seemann mit "Schiff klar zum Gefecht!"? Er meint nicht, dass das Deck frisch geschrubbt und die Kojen der Mannschaft schön aufgeräumt sind. Er meint: Alles ist bereit. So ist auch mit klaren Zielen nicht nur gemeint, dass wir genau wissen, wo wir hinwollen. Klare Ziele haben wir, wenn alles vorbereitet ist. Wenn wir anpacken können. Wenn nichts uns mehr den Blick auf das Wesentliche verstellt.
Klare Ziele erreichen wir nicht nur durch Software oder ein Zeitplanbuch, obwohl Sie ein Produkt wie
weit voranbringen kann. Klare Ziele erreicht man mit Methode.

Denken Sie deshalb zunächst in Ruhe ein paar Minuten über Ihre größten Ziele nach: Was müsste bedacht und getan werden, um klare Ziele zu erhalten. Klare Ziele sozusagen im Sinne von "Ziele klar zum Gefecht!". Sie haben gestern eine Reihe von Zielen notiert. Sind diese Ziele klar? Setzen Sie einen Haken, wenn Sie bei einem Ziel das Gefühl haben, es sei wirklich klar in diesem Sinne.
2. Umgang mit dem Zeitplanbuch
Führen Sie ab heute Ihr Zeitplanbuch nach folgenden Regeln:
- Planen Sie täglich auf dem aktuellen Tagesblatt die Ziele und Aufgaben des Tages
- Schreiben Sie nur
Stichworte auf. Sehr kurz fassen
- Ergänzen Sie bei Terminen die
Zeitangabe
- Vergeben Sie für jedes Ziel/Aufgabe eine
Priorität (I=sehr wichtig, II=mittel, III=weniger wichtig)
- Ordnen Sie jeder Aufgabe/Ziel/Termin zumindest im Geiste einen Zeitaufwand zu
- Verplanen Sie nur 60 Prozent des Tages
- Führen Sie einen Tagesrückblick durch. Fragen Sie sich, was gut und was schlecht gelaufen ist und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.
- Streichen Sie erledigte Aufgaben durch
- Tragen Sie unerledigte Aufgaben auf einen geeigneten Tag vor

Erstellen Sie zur Übung je einen fiktiven Tagesplan für
- den Marketing-Chef eines Großunternehmens
- eine Hausfrau und Mutter von 4 Kindern unter 15 Jahren
- einen Versicherungsvertreter
- einen Dachdeckermeister mit eigenem Betrieb
6.2 Störungen
Lesen Sie die Ausführungen über "Störungen"
Beginnen wir heute das Thema Störungen mit einem
Beispiel: Viele Störungen unseres Tagesablaufs sind durch das Wörtchen "Nein" mehr oder weniger leicht abzuwehren.
Manchmal gibt man zu leicht nach und hat dann stundenlang ein schlechtes Gewissen. Warum nur habe ich dieses Preiszugeständnis gemacht? Wie komme ich dazu, mir dieses unnütze Ding aufschwatzen zu lassen? ...
Und dann gibt es natürlich das "Nein", das nicht nur Störungen in Form getrübter Stimmung vermeidet, sondern eine Menge Zeit. Wir müssen lernen, nicht die Arbeit anderer zu machen. Wir müssen lernen, nicht jeden Zeitdruck zu akzeptieren. Wie müssen lernen, jedes Ansinnen anderer zu verhandeln und im Zweifelsfall freundlich aber bestimmt abzulehnen.