25-Tage-Methodentraining: Tag 20 ...
Diese Ausführungen sind Teil eines 25-Tage-Trainings in persönlicher Arbeitsmethodik.
1. Alternativen bedenken
Es heißt, es gäbe zu jedem Lösungsweg noch einen anderen, der besser wäre. Ganz bestimmt gibt es fast immer mehr als nur die eine Lösung. Geben Sie sich also nie mit der erstbesten Lösung zufrieden.
Diesen wohlfeilen Ratschlag kennen Sie bereits. Aber wie ihn beherzigen? Wie schafft man es, tatsächlich nach einer zweiten und dritten Lösung zu fragen?
Erster Ansatzpunkt wäre, Ihrem Gehirn eine feste Assoziation vorzugeben. Gewöhnen Sie sich beispielsweise an, grundsätzlich nach "den vier Lösungen zu fragen", und zwar so oft, bis Sie dafür einen Spitznamen erhalten. Machen Sie sich Bilder (Wegkreuzung, Kompass, das abgebildete "Problemkreuz" ...)
Zweiter Ansatzpunkt wäre Ihr Zeitplanbuch. Tragen Sie grundsätzlich zu jedem größeren Etappenziel vier mögliche Lösungswege ein. Beginnen Sie damit, daß Sie anfangs für jede einzelne Aufgabe diese vier Alternativen auflisten. Bilden Sie so daraus eine feste Gewohnheit. Achten Sie insbesondere auf Details: Rücken Sie die vier Lösungsansätze um ein Kästchen gegenüber der Zielangabe ein.
Bei Zielen ist es häufig ebenso. Ein junger Mensch setzt sich zum Beispiel das Ziel: "Ich will in drei Jahren das Fitness-Center auf einem Kreuzfahrtschiff leiten.". Es geht den meisten Menschen so, daß sie sich Ziele sehr präzise ausmalen und dabei aber übergeordnete Ziele (z.B. "ich will mit Menschen, mit Fitness und mit fremden Ländern zu tun haben") aus den Augen verlieren. Die Alternativen Skilehrer, Bergführer, Reiseleiter, Fitnesscenter in USA, Segelschule auf Sizilien ... gehen verloren. Dabei versäumt man leicht "bessere" Lebenswege. Andererseits hat oft nur ein sehr konkretes Ziel die enorme Zugkraft, mit der man dann das Ziel auch erreicht. Die lebhafte, konkrete Vorstellung ist die Straße zum Ziel.

Bitte führen Sie dazu (schriftlich) folgende Übung/Überlegung durch: Wählen Sie eines der konkreten Ziele, die Sie im Laufe dieses Trainings fixiert haben. Formulieren Sie drei echte Alternativziele, davon - wenn möglich - je eines, dessen Erreichen Ihnen gleich gut, etwas schlechter oder etwas besser erscheint als Ihr ursprüngliches Ziel. Überlegen Sie, ob vielleicht eine der Alternativen das geeignetere Ziel sein könnte. Überlegen Sie dann vier verschiedene Wege, auf denen Sie Ihr Ziel erreichen könnten.
2. Umgang mit dem Zeitplanbuch

Legen Sie unter "R" wie regelmäßig oder "P" wie periodisch ein Blatt an für periodisch wiederkehrende Aufgaben. Dieses Blatt sollte monatlich wie eine Checkliste durchgegangen werden. Darauf steht z.B. "Geburtstagsliste". D.h. beim monatlichen Austausch Ihrer Kalenderblätter sollten Geburtstage eingetragen werden ... Weitere Möglichkeiten:
- Geburtstage übertragen
- Stammtisch am 2. Freitag des Monats
- Blumen für Ihre Frau
- Jahresplan durchsehen
- Weiterbildung Methoden
- ...
Je nach Ihrer Situation gehören hierher auch vierteljährliche Termine (z.B. "Prüfen und Überarbeiten langfristige Ziele") oder jährliche Termine (z.B. Mitarbeitergespräche). Jährlich zum gleichen Tag wiederkehrende Termine plazieren Sie einfach auf die Geburtstagsliste....
Beachten Sie, daß die Überwachung vieler langfristiger periodischer Termine von Serviceunternehmen übernommen werden kann. (Z.B. TÜV, ASU, Wartung des Feuerlöschers ...)