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Aufschieberitis bekämpfen!

Aufschieberitis bekämpfen!Eisen schmieden, solange es heiß ist

Eisen muss man schmieden, solange es heiß ist.

Das gilt für sehr vieles im Leben. Doch in jedem von uns steckt auch ein Aufschieber. Jeder schiebt hin und wieder die Erledigung einer Aufgabe zu weit hinaus. Häuft sich das oder betrifft es Wichtiges, dann sollten Sie handeln. Bei sich selbst und bei Ihren Mitarbeitern.

  • Gehen Sie immer rechtzeitig zum Arzt?
  • Wie lange schon verschieben Sie Ihren nächsten Karriereschritt?
  • Gibt es manchmal Aufgaben, die wochenlang täglich wieder aufgeschoben werden?
  • Oder Aufgaben, die ein Gefühl auslösen, als müssten Sie über einen Abgrund springen?
  • Wann endlich wollen Sie mit Ihrer Familie über Ihr Testament sprechen?
  • Wann bringen Sie endlich Ihr Auto zum TÜV?
  • ...

Sind Sie ein Aufschieber?

Jeder Vierte, so lassen Studien vermuten, leidet unter wiederkehrendem Aufschieben. Von Aufschieben spricht man, wenn jemand wichtige Aufgaben lange Zeit vor sich herschiebt und stattdessen eher unwichtige, angenehmere (oder zumindest weniger unangenehme) Aufgaben erledigt. Viele Menschen (laut Hans-Werner Rückert 40%) erleiden dadurch gelegentlich oder häufig Nachteile.

Das Aufschieben wichtiger Aufgaben zählt zu den größten Verschwendungsmechanismen in Unternehmen. Oft genug bleiben Aufschieber unerkannt, ja werden sogar besonders geschätzt, weil ihnen der immerwährende Strom einfacher, neuer Aufgaben angenehm ist, weil sie dadurch sogar gerne Überstunden machen, ja oft selbst garnicht bemerken, mit welchem Geschick sie Wichtiges auf die Lange Bank schieben.

Und privat? Aufschieben kann ein Leben zerstören.

Eine besonders tückische Form des versteckten Aufschiebens ist gerade,
sich das Nicht- Aufschieben- Wollen vorzugaukeln.

Beispiel:
Ein Mann fühlt sich von seiner Partnerin immer weniger verstanden.
Anstatt sich über das gemeinsame Durchstehen guter und schlechter Tage auszusprechen, wird das immer unangenehmer erscheinende Gespräch immer weiter vertagt, aus immer neuen guten Gründen und immer neuen aktuellen Anlässen natürlich.
Die Lage verschlechtert sich. Beide Partner sind sich bewusst, dass sie etwas aufschieben. Und da man ja nichts unnötig aufschieben soll, ist es plötzlich die Scheidung, der scheinbar bequemere Ausweg, die man nicht mehr aufschiebt ...

Solche Fälle kommen im Privatleben ebenso wie im Beruf und insbesondere bei Projektarbeit immer wieder vor. Klären Sie also, was genau Sie wirklich hinausschieben! Seien Sie dabei unbedingt ehrlich zu sich selbst.

Aufschieben hat nichts mit Faulheit zu tun!

Manche Dinge im Leben brennen anAllenfalls ist dauerndes Aufschieben bei weniger tüchtigen Menschen besonders leicht zu erkennen.

Nicht nur Brot im Backofen brennt an, wenn man das Herausholen aufschiebt. Vieles im Leben kann anbrennen. Warum lassen wir das zu?

Auch sehr tüchtige Menschen schieben auf, häufig jedoch auch für diese Menschen selbst kaum zu erkennen. Noch dazu kommen tüchtige Menschen natürlich wirklich nicht dazu, all das zu erledigen, was sie gerne anpacken würden. Selektives Aufschieben ist daher unauffällig möglich. Achten Sie daher besonders auf vier einfache Phänomene der Gattung "versteckte Aufschieberitis":

  • Aufschieben über die Priorität: Man vergibt hohe Prioritäten für eilige und angenehme Aufgaben und gaukelt so sich selbst vor, ständig an den wichtigsten Aufgaben zu arbeiten und für bestimmte andere Aufgaben eben einfach keine Zeit zu haben.
  • Aufschieben über das wünschenswerte Optimum. Der morgige Tag könnte für die Lösung gerade dieses Problems besser geeignet sein als der heutige. Schließlich will man in optimaler Frische, bester Laune, gleich früh morgens usw arbeiten. Gründe im Detail finden sich leicht. Also auf morgen ...
  • Aufschieben durch den fehlenden Überblick im Tagesgeschäft. Ein Grenzfall, der durch Methoden zu beheben ist. Zuhause fällt Ihnen ein, dass Sie unbedingt mal den Kunden Maier anrufen sollten. In der Hektik des nächsten Morgens ist es vergessen. Zwischen zwei Telefonaten im Büro nimmt man sich fest vor, der Gattin Blumen mitzubringen, aber abends, einmal auf dem Fahrersitz, sind die Gedanken wieder woanders. Und so denkt man in der Kirche an den Verein, im Verein an das Aufräumen des Kellers ... Man hat Probleme, innerhalb einer Rolle über diese Rolle nachzudenken: Führen Sie daher Zeitmanagement nach Rollen. Haben Sie immer Papier und Bleistift dabei... Diesem Problem kann man abhelfen!
  • Lernen aufschieben. Der fast sprichwörtliche, mit einer stumpfen Axt hart arbeitende Holzfäller, der niemals Zeit findet, seine Axt zu schärfen, steckt auch in jedem von uns.
    Lebenslanges Lernen funktioniert nur, wenn man es anpackt!


Nicht alles, was lange dauert, ist Aufschieberitis Fotograf

Vieles im Leben braucht die richtige Zeit. Beim Fotografieren etwa kommt es oft auf sekundenschnelle Reaktion an. Und doch ist ein Spitzenfotograph, der wochenlang auf das richtige Licht an der richtigen Stelle wartet, deswegen noch lange kein Aufschieber. Jemand, der jahrelang den nächsten Karrieresprung vertagt, bis endlich die jüngste Tochter zur Schule geht, ist deswegen kein Aufschieber. Und wer einem guten Bordeaux noch ein paar Jahre mehr im Keller gönnt, ist es auch nicht.

Auch ein Vorhaben, das ein Jahrzehnt Geduld erfordert, bis vielleicht das Häuschen endlich vollends abbezahlt ist, muss keineswegs in die Kategorie "Aufschieberitis" fallen. Vieles, was man aufschiebt, würde einfach auch eine Menge Geld kosten. Die Erfüllung von Konsumwünschen aufzuschieben, kann außerordentlich vernünftig sein und hat mit Aufschieben im Sinne dieser Abhandlung nichts zu tun. Sogar der Winkel im Keller, der seit Jahren einmal aufgeräumt werden sollte, ist vielleicht wirklich nicht so wichtig wie Beruf und Familie...

Viele Aufgaben erledigen sich durch Liegenlassen ganz von alleine. Der "Mut zur Lücke" ist ein bewährtes Mittel zur Bewältigung großer Mengen von Lernstoff und noch dazu ein hervorragender Motivator zur geschickten Gliederung und Bewertung des Lernstoffs.

Auch wenn Sie kein Aufschieber sind:
Notieren Sie gelegentlich in Form einer Liste all die Dinge, die schon länger als 1 Jahr erledigt sein sollten. Notieren Sie zu jedem Punkt die beiden wichtigsten Gründe und überlegen Sie, wo der vermiedene Aufwand und der in Kauf genommene Schaden in einem Missverhältnis stehen.

Echtes "Ewiges Aufschieben" ist sehr stark von psychologischen Faktoren besetzt. Beispielsweise, wenn jemand, der sich mit einem besonders anspruchsvollen Projekt ganz einfach überfordert und sich im tiefsten Inneren einfach davor fürchtet, sich die Begrenztheit der eigenen Fähigkeiten eingestehen zu müssen. Beispielsweise, wenn jemand aus Frust, verletztem Ehrgefühl oder maßloser Selbstüberschätzung seine Aufgaben missachtet, Berge von Arbeit vortäuscht und nur minimal wenig erledigt mit dem Hintergedanken, es irgendwann allen zu zeigen, irgendwann ganz groß herauszukommen...

Für tatkräftige Menschen besteht ein ernsthaftes Problem darin, verborgenes Aufschieben überhaupt zu erkennen. Denken Sie daher unbedingt über dieses Thema nach und nutzen Sie gegebenenfalls unseren Literaturtipp. Oder lesen Sie diesen interessanten Artikel über Aufschieberitis.

Die einfacheren Fälle

Zeitmanagement befasst sich natürlich auch mit dem Problem Aufschieben. Fast immer aber nur mit den einfacheren Fällen. Ein vernünftiges Zeitmanagement mit einem einfachen Zeitplanbuch reicht oft aus, um dem Übel abzuhelfen.

 

WiderständeGegenüber Mitarbeitern versucht man es mit

  • Zielvereinbarungen
  • Prämien
  • Motivationsseminaren
  • ...

 

 Gegenüber sich selbst mit

  • einem Zeitplanbuch
  • planvoller Überwindung zunächst sehr kleiner und dann immer größerer Widerstände und Probleme
  • systematischer Störungsbeseitigung
  • Vereinbarungen mit sich selbst über Belohnungen und Strafen
  • ...

Wenn Sie ein "leichter Fall" von Aufschieber sind, dann kommen Sie mit unserem Erfolgsmethoden-Training schon ein erhebliches Stück weiter. Auch im Umgang mit Mitarbeitern ist der wichtigste Schritt bereits getan, wenn man das Problem erkannt hat und sich für die Lösung einfach einmal Zeit nimmt.

 

Das wichtigste Gegenmittel

Aufschieben ist eine Blockade durch das Unterbewusstsein. Sie entsteht durch unklare Ziele und Aufgaben. Klare Ziele und Aufgaben erhält man durch Gliederung. Einfach die großen unklaren Dinge in kleine, handliche, überschaubare Teile gliedern. (Die perfekte Software- Unterstützung hierfür bietet meineZIELE, jetzt kostenlos testen.)


Gliederung

 

Aber die harten Fälle?

Aufschieberitis, auf Neuhochdeutsch auch Procrastination, kann außerordentlich schwer zu bekämpfen sein. Viele Menschen, vielleicht 25 %, sind diesem Phänomen hilflos ausgeliefert. Aufschieben hat in aller Regel auch nichts mit gewohnheitsmäßiger Faulheit oder Sorglosigkeit zu tun. Chronische Aufschieber stehen vielmehr ständig unter Strom. Viele sind Meister im Erkennen einfacher Aufgaben, die der unangenehmeren, wichtigen Aufgabe vorgezogen werden können.

FaulheitHärtere Fälle sind häufig begleitet von massiver Unter- oder Überforderung, von Ängsten und von manchmal komplexen psychologischen Verstrickungen.

Chronische "harte" Aufschieberitis ist ein tiefsitzendes psychologisches Problem. Sie lässt sich durch Zeitmanagement und die vielen anderen Erfolgsmethoden auf unseren Webseiten deutlich mildern. Das Phänomen bleibt aber erhalten, solange die Ursachen nicht beseitigt sind.

 

Wie packt man chronische Fälle an?

Vorgesetzte stehen oft hilflos "harten" Aufschiebern gegenüber. Auch der "harte" Aufschieber selbst denkt allenfalls an den Gang zum Psychiater. Und den wird man ja wohl aus gutem Grund aufschieben... Im Ernst: In schweren Fällen ist der Psychiater eine ratsame Möglichkeit.

Chronisches Aufschieben lässt sich ein Stück weit bekämpfen, indem man jemanden in sein Problem einweiht. Sprechen Sie mit einem guten Freund oder einer guten Freundin darüber, dass Sie manchmal unverständlicherweise Dinge auf die Lange Bank ("des Teufels liebstes Möbelstück") schieben.

Kernstück aller Selbsthilfe zu diesem Thema ist eine schonungslose Selbsterkenntnis. So wie sich das Durchschauen der psychologischen Abhängigkeiten als eines der einfachsten und wirksamsten Mittel gegen das Rauchen erwiesen hat, ist es auch beim Phänomen "Chronisches Aufschieben". Erst an zweiter Stelle stehen dann konkretes Handeln und systematische Erfolgskontrolle.

 

Wie geht das in der Praxis?

   Aufschieberitis
Hans Werner Rückert,

"Schluss mit dem ewigen Auschieben"


Wie Sie umsetzen, was Sie sich vornehmen.
Ein Buch für alle Menschen, die häufig Aufschieben.

 
 

Mein wichtigster Tipp für die praktische Umsetzung ist das ganz ausgezeichnete Buch von Hans-Werner Rückert.

Rückerts Buch erfordert Mitdenken und ist auch nicht bequem. Es hat Längen, das sei zugegeben. Aber die sind nun mal für die Bewusstseinsbildung manchmal notwendig. Noch dazu kommt ein Unbehagen, wenn man erkennt, wie tief einem der Buchautor in die Seele zu blicken scheint.

Dennoch ist das Buch von Hans-Werner Rückert eine Top-Empfehlung. Es ist systematisch, umfassend und einfühlsam genug, so ziemlich jeden chronischen Aufschieber in seinen Gedanken und Handlungsmustern zu erfassen. Darum geht es. Sich selbst mit den eigenen Problemen wiedererkennen, mit den Ursachen und mit den Auswegen.

Egal, ob Sie nur ein "leichter" Aufschieber sind oder ein Härtefall, "Schluss mit dem ewigen Aufschieben" hilft Ihnen weiter.

Auch sehr hartnäckige Fälle von Aufschieberitis, bei denen klar ist, dass Zeitmanagement alleine nicht helfen wird, profitieren von einem guten Zeitplanbuch als Unterstützungsmaßnahme.

Aufschieber unter den Mitarbeitern

Bei amerikanischen Konzernmeetings kann es schon mal vorkommen, dass Teilnehmer in ihrem Hotelzimmer einen Stapel Managementbücher vorfinden. Auch Bücher über Zeitmanagement bieten, verschenkt an die Mitarbeiter einer Abteilung, eine beträchtliche Hebelwirkung zur Leistungssteigerung.

Als Abteilungsleiter oder Geschäftsführer haben Sie daher nicht nur die Möglichkeit, eine ganze Menge Praktisches aus dem erwähnten Buch für sich selbst zu lernen. Auch die Weitergabe dieses Buches an Mitarbeiter kann äußerst hilfreich sein. Seinen Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, beispielsweise an einem Zeitmanagement- Seminar teilzunehmen, sollte selbstverständlich sein.

Ein sehr gutes Hilfsmittel gegen Aufschieberitis ist die Erfolgs- Software meineZIELE.

Damit kann insbesondere die First- Step- Methode sehr einfach realisiert werden:
Notieren Sie zu jeder Aufgabe einen winzigen ersten Schritt. Das können sehr einfache Dinge sein wie etwa "Telefonnummer heraussuchen"... Jedenfalls sollten es sehr einfache, sehr kleine und möglichst sogar angenehme erste Schritte sein. Die Chance, nach dem ersten Schritt tatsächlich weiterzumachen, ist recht groß.

Wenn es nicht geklappt hat, einfach wiederholen:
Was ist der erste kleine Schritt vom Rest der Aufgabe ...

Köderaufgaben

Köderaufgaben sind nicht nur äußerst wirksame Lernhilfen (bei Studenten soll die Zahl der zumindest gelegentlichen Aufschieber bei 70 Prozent!!! liegen), sondern können manchmal auch die Motivationslage von unangenehmen Aufgaben völlig verändern.

Z.B.      statt        "Keller aufräumen"                   besser      "Partyraum im Keller einrichten"
oder     statt       "Arzttermin zur Vorsorge"        besser     "Gesundheits-Check für Hochgebirgstour" ...

Aufgaben den richtigen Personen zuteilen ...

Nutzen Sie daher als Vorgesetzter die Fähigkeiten und insbesondere Vorlieben und Spezialkenntnisse Ihrer Mitarbeiter. Wer privat Jugendtrainer im Fußballverein ist, kann sich vielleicht auch verstärkt um Auszubildende kümmern. Ein Hobbygärtner unter den Arbeitern kümmert sich vielleicht viel lieber mal um die Außenanlagen als der Hausmeister...

 

Weitere Literaturtipps:

Lesen Sie außerdem "Eat that frog"!

Und wenn es kein Sachbuch sein soll, sondern gute Literatur, dann sollten Sie den berühmten "Oblomow" lesen. Er gilt als faulste Figur der Weltliteratur. Aber es ist die Tragödie eines Aufschiebers. Äußerst lesenswert. Und vielleicht äußerst erschreckend, falls Sie eigene Gedanken wiedererkennen sollten.

 

Und jetzt sollten Sie handeln

Das beste Mittel gegen Aufschieberitis sind klare Ziele. Streben Sie Ziele an. Mehr ...