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Störungen beseitigen

Störungen beseitigen ...

Störung TelefonWie Sie Störungen und Zeitdiebe konsequent beseiten

Viel Zeit und Energie geht für Störungen und Unterbrechungen verloren. Wirksame Störungsbeseitigung gehört zu den Kerndisziplinen der Arbeitsmethodik. Wie geht man in der Praxis konkret vor, um Störungen zu vermeiden?

A. Was stört?

Störungen sind in den meisten Fällen leicht zu beseitigen. Dennoch fällt es uns extrem schwer, das wirklich zu tun. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen in unserem Bewußtsein. Wir haben keinerlei Klarheit darüber, was oder wer uns wie oft stört. Und wir haben keinerlei Klarheit, was alles zu den Störungen zu zählen wäre. Verschaffen Sie sich deshalb zuerst diese Übersicht.

Störungen gruppieren

Auf den ersten Blick erkennen wir zwei Arten von Störungen:

Störungen durch Personen
Störungen durch Reize
Die größte und in der Regel wichtigste Gruppe von Störungen ist aber eine ganz andere:

Selbstverursachte Störungen

1. Störungen durch Personen

StörungenHierzu zählen wir unnütze Unterbrechungen z.B. durch Kollegen, Vorgesetzte oder Untergebene, Kunden, Lieferanten, Privatpersonen (z.B. Angehörige). Die meisten Unterbrechungen erfolgen durch Telefonanrufe und unangemeldete Besuche. Mittlerweile ist allerdings auch das Aufkommen an E-Mails zu einer echten Belastung geworden.

Wie gesagt, nur die unnützen Unterbrechungen sind Störungen, nicht etwa der normale Anruf eines Kunden oder die Bitte eines Kollegen um einen Rat für seine Arbeit. Auch normale soziale Kontakte sind nur dann eine Störung, wenn sie zuviel Zeit beanspruchen, zur Unzeit erfolgen oder sich unnötig häufen.

2. Störungen durch Reize

Ist es in Ihrem Büro zu laut? Zu kalt? Zu heiß? Ist die Luft zu schlecht? Zieht es? Unordentlich? Das sind typische äußere Reize, die Störungen verursachen und unsere Arbeitsleistung mindern. Im Gegensatz zu den Unterbrechungen durch Personen sind praktisch alle äußeren Reize als Handel und VertriebStörung einzuordnen. Wir empfinden insbesondere Geräusche als sehr störend.

Weniger auffallend, aber häufig von ähnlich nachteiliger Wirkung sind visuelle Reize, insbesondere Schrift in jeder Form, die in unser Blickfeld gerät. Beispiele hierfür sind alle Arten von Geschäftspapieren, die sich auf unserem Schreibtisch befinden und doch zur gegenwärtigen Aufgabe nicht benötigt werden. Gleiches gilt für Kalender oder Notizen, die an der Wand befestigt sind ... Schrift aktiviert die linke Gehirnhälfte und lenkt ab. (Wie man einen freien Schreibtisch schafft, lesen Sie hier.)

Zu den Reizen in diesem Sinne zählen auch solche auf sexueller Ebene. Sie können zu erheblichen Ablenkungen führen. Auch andere Reize, die von Personen ausgehen, wären zu beachten, Menschen, die man fürchtet oder die man nicht leiden kann. Menschen, deren Parfum oder deren Äußeres man nicht mag ...

3. Störungen in uns selbst

Es sind die inneren Störungen und Schwächen wie Unlust, Schwatzhaftigkeit, Tagträumen, Scheinarbeit und dergleichen, die besonders viel Energie und Zeit rauben können. Langatmigkeit aller Art, Weitschweifigkeit, Unordnung, schlechte Zeiteinteilung und so weiter gehören ebenso dazu. Auch Ängste und Sorgen können sehr viel Energie rauben. Unsere Fähigkeiten zur Kommunikation, beispielsweise gekonntes Telefonieren, bestimmen über unseren Zeitverbrauch mit, ebenso wie die vielen Fertigkeiten, die wir zum Bereich der Denkmethoden zählen. Auch scheinbare Kleinigkeiten, z.B. Programmierer, die das 10-Finger-System nicht beherrschen, kosten eine Menge Zeit.

Verschaffen Sie sich zum Vergleich den Eindruck ungestörter Arbeit, indem Sie z.B. einmal schon morgens um 5 Uhr beginnen oder einmal an einem Feiertag arbeiten.

B. Eine Bestandsaufnahme

Der erste Schritt zur Verminderung und Beseitigung von Störungen besteht in einer sorgfältigen Bestandsaufnahme. Gehen Sie Ihren Arbeitstag zunächst im Geiste durch und notieren Sie auf einer Liste alle Arten von Störungen, die Ihnen häufig oder schwerwiegend erscheinen. Ergänzen Sie die Liste um Dinge, die Sie anhand dieser Ausführungen oder Ihren Erfahrungen für zumindest gelegentlich möglich halten etc.

Hindernis Hindernis oder Störung?

Als Störungen bezeichnen wir nur Beeinträchtigungen, die mit der eigentlichen Aufgabe nichts zu tun haben. Verlangt z.B. Ihr Kunde eine erneute Preisverhandlung, bevor er zu kaufen gedenkt, dann handelt es sich klar um ein Hindernis, das zur Arbeit gehört. Haben Sie ständig Kopfschmerzen, dann ist das eine Störung.

Strichliste

Führen Sie diese Aufzählung dann als Strichliste über eine längere Zeit, beispielsweise zwei bis drei Wochen mit großer Sorgfalt. Ergänzen Sie auftretende Störungen, die Sie noch nicht auf der Liste hatten und ergänzen Sie immer dann einen Strich, wenn eine Störung wieder einmal auftritt. Teilweise kann es auch sinnvoll sein, Zeiten aufzuschreiben. Z.B. haben Sie als häufige Störung den schwatzhaften Kollegen xy notiert und ergänzen jedesmal, wenn xy Sie aufhält, die Zahl der verschwendeten Minuten...

Wie führt man eine Strichliste mit dem PC?

StrichlisteIdeal: Strichlisten zur Analyse von Störungen kann man mit dem Programm  meineZIELE auch elektronisch führen und dort direkt in Maßnahmenpläne umsetzen. Striche werden durch einzelne Mausklicks gesetzt.

Das Programm ermöglicht es, die eigene Störungssituation flexibel und detailliert zu gliedern und die Ergebnisse auf den einzelnen Gliederungsebenen zu sortieren.

ZeitmessungNeben den Strichlisten bietet es auch elegante Möglichkeiten zur Zeitmessung und zur Summierung und Darstellung von Ergebnissen. Und wie der Name des Programms schon sagt: Störungsbeseitigung ist bei meineZIELE trotz des vielfältigen Funktionsangebots eigentlich nur ein "Feature am Rande". Es geht nicht nur um die Analyse der Situation und zu wissen, was alles stört. Wie bei anderen Zielen und Aufgaben auch stellt es das Handeln und das Erreichen dieser Ziele in den Mittelpunkt.

Auswertung

Werten Sie die Strichliste sorgfältig aus, nehmen Sie eventuell Verfeinerungen vor und beginnen Sie bereits während dieser Bestandsaufnahme mit dem Notieren möglicher Gegenmaßnahmen. Teilen Sie die Störungen auf in drei Prioritäten: Schwerwiegende, mittlere und harmlosere/seltenere Störungsursachen.

C. Störungen beseitigen

Viele Menschen stellen mit Erstaunen fest, daß bereits die Bestandsaufnahme selbst eine erhebliche Entlastung bringt. Viele Störungen werden schon wirkungslos, indem wir sie uns bewußt manchen. Vieles wird spontan beseitigt.

Eine Reihe von Störungen sind auch schwer zu fassen oder bedingen sich gegenseitig. Beispiel: Lärm, sei es auch nur das permanente Geräusch eines lauten PC-Lüfters, trägt zur Ermüdung bei. Die Beseitigung der äußeren Störung reduziert daher auch ein wenig, manchmal sogar sehr stark, die innere Störung "permanente Schlappheit"...

Gehen Sie die Störungen einzeln an. Legen Sie zunächst Prioritäten fest und gehen Sie systematisch vor. Legen Sie Maßnahmen für jede einzelne Störung fest. Beschaffen Sie sich bei Bedarf weitere Informationen oder Literatur. Es gibt für fast alles eine Lösung. Der Umgang mit schwierigen Chefs, gekonntes Telefonieren, schneller Lesen, Probleme mit anderen besprechen und gemeinsam angehen ... Die nachhaltigste Wirkung erzielt man durch den Einsatz von Zeitmanagement in Form eines guten Zeitplanbuchs.

D. Störungsempfindlichkeit

Simplify your lifeDenken Sie einmal darüber nach: Am leichtesten werden wir gestört, wenn uns die Arbeit, die wir tun, nicht gefällt. Wer mit Begeisterung an einer kurzweiligen Arbeit ist mit einem Ziel vor Augen, der hört keine Türen schlagen und merkt noch nicht einmal, dass er friert oder eigentlich Kopfschmerzen hat.

Werner Tiki Küstenmacher: Simplify your life

Gibt es in Ihrem Leben zu viele Störungen? Zu viele Termine? Zu viele Gegenstände? Zu viel Papier? Gehen Sie doch einmal alle Aspekte Ihres Lebens durch unter dem Gesichtspunkt der Vereinfachung.

Noch einmal: Die Störungen zu beseitigen, ist der einfachere Teil. Das Schwierigste ist, eine ehrliche, unvoreingenommene und gründliche Bestandsaufnahme zu machen. Fangen Sie noch heute damit an! Ein umfangreiches Entstörprogramm gehört übrigens zu unserem 25-Tage-Methodentraining.