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Schnelllesen in Fremdsprachen und Fachliteratur
Lesegeschwindigkeit ist ein relativer Begriff. Die Rede eines Abgeordneten kann außerordentlich schnell zu lesen sein, wenn sie nichts Wesentliches enthält. Viele Bücher dagegen enthalten sehr dichte Passagen. Goethes Faust sollte man nicht mit 450 Wörtern pro Minute lesen. Der Einsatz von Schnell-Lesetechniken kann aber trotzdem sinnvoll sein.
In dem Buch Superprogramming finden Sie weitere Hinweise zu diesem Thema. Sogar Schnellesen in Programmlistings ist möglich. In allen diesen Fällen ist es die grundsätzliche Technik des Schnellesens, die den Erfolg bringt. Die Lesegeschwindigkeit kann trotzdem vielleicht nur bei 50 oder 100 wpm liegen.
Das gilt übrigens generell: Zu jedem Lesestoff gehört eine angepasste Geschwindigkeit. Nur ein ausgemachter Depp wird ein Motorrad immer so schnell fahren, wie es der Motor zuläßt. Die Strecke, und in unserem Fall der Lesestoff, ist wichtiger.
Und manchmal sollte man Schnelllesen schlicht bleiben lassen: Schnelllesen schmälert die Möglichkeiten, gleichzeitig Assoziationen zu bilden und sich in den Traumwelten eines Romans zu bewegen und wenn Sie Texte lesen, in den der Sprach-Rhythmus eine große Rolle spielt, kann durch Schnelllesen die ganze Stimmung eines Buches garnicht wahrgenommen werden. Die Aeneis oder Die Göttliche Kommödie sollten Sie jedenfalls nicht schnelllesen.
Schnelllesen auf dem Bildschirm
Durch die rasante Ausbreitung des Internet, der E-Mails und von Archivierungssystemen wie ELO, wird auch das Schnelllesen auf dem Bildschirm immer wichtiger. Je nach Einstellung der Geschwindigkeit und Qualität des Bildschirms kann man beispielsweise auch eine E-Mail in der Scroll-Geschwindigkeit des Mail-Programms vom Bildschirm lesen. Achten Sie allerdings darauf, daß Sie, wo immer möglich, gut lesbare Schriftarten auswählen. Bei der Anzeige archivierter Dokumente erweisen sich hier 21" Monitore als besonders günstig. Bitte beachten Sie allerdings im Interesse Ihrer Gesundheit das Thema Bildschirmarbeit.
Vielzahl von Einzelmethoden
Schnelllesen auf der Stufe II bedeutet: Aufbauend auf der Basis aus Stufe I viele einzelne kleinere Techniken zu benutzen. Das Buch Speed Reading aus der Literaturempfehlung umfasst eigentlich alle drei Stufen, hat aber einen klaren Schwerpunkt in der Mitte und wird, was die Basistechnik anbetrifft, von Ernst Ott übertroffen.
Literatur:
Die drei Schnelllese-Bücher sind sowohl unabhängig voneinander verwertbar, als auch ergänzend zueinander. Wählen Sie die Reihenfolge Ott, Buzan, Scheele.
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Stufe I
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Ernst Ott: "Optimales Lesen"  
Klassisches Schnelllesen: Sehr gut gemachter 25-Tage-Kurs, zuverlässiger Lerneffekt. Optimierung von Geschwindigkeit und Konzentration, Erweiterung der Blickspanne, technische Fertigkeit. Verdoppelung bis Verdreifachung Ihres Lesetempos bei besserer Verarbeitung und höherer Behaltensquote.
Relativ geringer Zeitaufwand, überprüfbarer Fortschritt, nur 8,95 €
Der Klassiker!! Unbedingt nutzen!
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Tony Buzan: "Speed Reading"
Geht über reines Schnelllesen deutlich hinaus. Durch die Kombination von Mind Mapping und Schnelllesen wird in diesem Buch besonders intensiv das schnelle Verstehen auch hochkomplexer Zusammenhänge eingeübt.
Dank einer Vielfalt guter Selbstests haben Sie eine ständige Kontrolle über Ihren Lernfortschritt. Auch das Konzentrationstraining ist intensiver als bei Ott. (Der Autor spricht gar von "Superkonzentration").
Für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen sehr gut geeignet
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Paul R. Scheele: "PhotoReading"
Hochgeschwindigkeits-Lesemethode, eigentlich kein Schnell-Lesen, PhotoReading basiert auf "mentalem Photographieren mit anschließender Aktivierung". Die Texte werden aber nicht wirklich im Detail gelesen oder gar durchdacht. (reine Übersichts- bzw Strukturierungsmethode)
Geeignet für Menschen, die immer wieder eine Übersicht über sehr große Mengen gedruckter Information schaffen müssen. 19 € 
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