Analogien und Modelle erleichtern das Denken, erleichtern die Abstraktion ebenso wie die Veranschaulichung und sie führen auf den gewählten Gebieten zu neuen Gedankenverknüpfungen. Das ist ein Effekt ähnlich dem Denken in einer Fremdsprache, das man zum Ausbruch aus einem Gedankenkäfig verwendet. Probieren Sie es also auf jeden Fall aus. Das Verfahren mit all seinen Details und seiner strengen Abfolge kann man aber getrost wieder vergessen.
Vom Kundenwunsch oder vom Produkt ausgehen?
Systematisches kreatives Denken verfolgt immer einen konkreten Zweck. In der Regel denkt man darüber nach, wie man ein Produkt oder eine Leistung verbessern kann.
Gefragt sind dazu Methoden, die systematisch zu neuen Produktideen führen. Nicht zu irgendwelchen Produkten, sondern passend zum eigenen Produktangebot und Marktpotenzial. Eine besonders ergiebige Methode ist das SIT = systematic inventive thinking. "Systematisches Erfinden" geht von einem bestehenden Produkt aus und ermittelt eine Vielzahl von möglichen Innovationsschritten. Es wird also nicht wie z.B. beim Brainstorming "wild durcheinander" gedacht und erfunden, sondern im Gegenteil, sehr systematisch.
Der Ausgangspunkt für neue Produktideen ist in diesem Fall das Produkt selbst. Der Kunde ist zunächst garnicht gefragt. Ähnlich wie beim Brainstorming wird deshalb auch hier in einem zweiten Schritt die gewonnene Liste der Innovationspotentiale auf Marktfähigkeit geprüft. Weitere Details zu SIT finden Sie unter der Methode CreativeFITness von Innovationsspezialist Dieter Hager.
Der zweite Innovationsschritt, die Auswahl der zu realisierenden Innovationspotentiale aus der Sicht des Kunden, wird übrigens immer öfter mit Kano-Diagrammen untersucht. Denn aus der Sicht des Verkäufers sind nur Innovationen brauchbar, die im Kunden Begeisterung wecken.