Unser Denken bestimmt unser Leben. Wer zum Aufgeben neigt, wird ein ewiger Verlierer. Wer mutlos ist, bringt es zu nichts. Wer ein Gefühl der Unbesiegbarkeit entwickelt, lernt, dass er alles schaffen kann, der wird unglaublich erfolgreich.
Wir haben unsere Kindheit hinter uns. Viele dieser Prägungen sind bereits da. Wenige von uns sind wirklich zum Verlierer geprägt. Aber auch nur wenige zum Sieger. Wie mache ich es jetzt ganz konkret? Wie lerne ich, niemals aufzugeben? Wie lerne ich Entschlusskraft? Mut? Wie forme ich meinen Willen?
Beispiel: Niemals aufgeben
Niemals aufzugeben, ist oft ein Zeichen ideologischer Verblendung. Wieviel Elend brachte es über die Menschheit, dass weder Hitler noch der japanische Kaiser ans Aufgeben dachten? Wieviel Zeit und Geld wurde schon in aussichtslose Projekte verschwendet?
Beim Näheren Hinsehen wird aber klar. Es liegt nicht am Nicht Aufgeben, sondern an der falschen Sache. Oft genug liegt es daran, dass man einfach nur unflexibel ist. So wie sich die Welt ändert, wie sich die Umstände ändern, müssen sich auch unsere Ziele immer wieder ändern. Nur aufgeben, das dürfen wir wirklich nicht.
Gerade Aufgeben ist eine besonders heimtückische Angewohnheit. Wer die Schule aufgibt und einen Hilfsarbeiterjob annimmt, verdient plötzlich Geld. Aufgeben entlastet schnell. Wie ein schleichendes Gift entsteht ein positives Bild des Aufgebens in unserem Unterbewußtsein. Und so gibt man bei immer kleineren Widerständen schon auf, erreicht niemals mehr ein Ziel, fährt allenfalls mit der Gondel auf einen Gipfel, lebt schon als junger Mensch in Erwartung der Rente.
Der umgekehrte Weg ist, mit einfachen Zielen zu beginnen, aber niemals aufzugeben. So programmieren wir uns um. Man lernt, dass man mit geduldiger Hingabe weiter kommt als mit Aufgeben. Man lernt, dass man durch Anpacken weiter kommt als durch abwarten.
Die Persönlichkeit formen
Wie lernt man so etwas?
Es gibt einige Betätigungsfelder, die uns das vermitteln. Und da steckt auch schon die wichtigste Erkenntnis. Beim Betätigen. Beim Tun. Nicht beim Lesen alleine. So leid mir das als Buchhändler tut, Bücher sind sehr hilfreich, aber aus Büchern alleine verändern Sie wenig. Persönlichkeitformung erreichen wir, indem wir etwas tun: Sport, Reisen, Projekte ... und freuen wir uns, wenn uns Krieg und Krankheiten als persönlichkeitsbildende Faktoren erspart bleiben.
Sport
Eine Fußballmannschaft, die den Willen nicht aufbringt, einen Rückstand aufzuholen, schießt dann auch kein Zufallstor. Wettkampfsport lebt vom Willen und schult den Willen. Aber es muss gar kein Wettkampfsport sein.
Wer sich jahrelang nicht bewegt hat, sollte sich nicht zu einem Maratholauf in vier Wochen anmelden. Wer zum Aufgeben neigt, sollte sich umgekehrt sehr sehr kleine Ziele setzen. Versuchen Sie, am ersten Tag, das ist heute, einfach ein Stück weit zu laufen. Egal ob Sie 20 Meter oder einen Kilometer schaffen, jeder von uns hat eine andere Situation und andere Voraussetzungen. Es ist egal, wie weit Sie gekommen sind. Aber es ist jetzt Ihr Maßstab. Laufen Sie morgen ein Stück weiter. Das schaffen Sie, denn Sie haben bereits einen kleinen Trainingseffekt. Und übermorgen laufen Sie wieder ein Stück weiter. Das können Sie.
Und jetzt endlich können Sie abschätzen, wieviel Sie wohl am vierten Tag schaffen werden. Auf jeden Fall wieder etwas mehr. Nehmen Sie sich ein konkretes, gut erreichbares Ziel vor. Egal wie das Wetter ist. Und schon nach 10 Tagen wird Ihnen klar: Es liegt vielleicht noch fern, aber es liegt im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, auch einmal 5 oder 10 Kilometer am Stück zu laufen. Es liegt noch fern, aber im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, irgendwann eine Marathonstrecke zu bewältigen.
So reihen Sie für sich persönlich einen Sieg an den anderen, einen Erfolg an den nächsten. Sie lernen, dass Sie alles können.

Ein Gipfel
Wer niemals einen Berg bestiegen hat, unterschätzt leicht, wieviel Mühe das bereiten kann. Dabei haben Gipfel durch ihren oft grandiosen Ausblick eine außerordentlich beeindruckende Wirkung auf die Seele. Man hat sein Ziel vor Augen. Und es gibt einen eindeutigen Punkt, an dem die Anstrengung endet und das Ziel erreicht ist. Ein Gipfelerlebnis ist etwas Einzigartiges.
Es muss kein Viertausender sein. Und kein Felsen- oder Eisgipfel. Und manchmal ist es sogar ein großer Erfolg, wenn Sie den Gipfel nicht erreichen.
Probieren Sie zunächst einen einfachen Gipfel. Schritt für Schritt







