Rundgang Denkmethoden (14)



Die linke Gehirnhälfte besser nutzen ...

Wenn wir über die linke Gehirnhälfte sprechen, müssen wir gleich drei hartnäckige Vorurteile ausmerzen:
 

 

Da ist zunächst die Grundfrage: Man glaubt allzuleicht, die linke Gehirnhälfte wäre schon optimal genutzt. Aber wenn das so wäre, sollte es ja vielleicht auch keine Kernwaffen geben

Die linke Gehirnhälfte ist die meiste Zeit des Tages dominant. All das, was wir denken nennen, findet hier statt. Wir glauben von uns, wir seien intelligenter als der Durchschnitt...

Doch machen wir uns bewusst: Schon eine zu eng gebundene Krawatte kann uns 10 % der Intelligenz rauben! Und wir werden gleich sehen: Es gibt viele Punkte, an denen auch die linke Gehirnhälfte weit besser genutzt werden kann.
 
 

 

Lernen im SchlafDas zweite Vorurteil ist die Erweiterung der gerade beschriebenen Beobachtung: Denkt die linke, sprachorientierte Gehirnhälfte wirklich nur im hellwachen Zustand?

Erinnern Sie sich an den Priming-Effekt? Wenn wir abends einen Lernstoff einfach nur durchlesen und ihn am Morgen lernen, verdoppeln wir den Lerneffekt. Das funktioniert auch und gerade bei Wörtern, Texten, Vokabeln ...

Auch die linke Gehirnhälfte kennt also ein "Lernen im Schlaf" oder "Lernen im Traum".
 

 


BrainstormingWelche Gehirnhälfte ist der Sitz der Kreativität?

Natürlich die Rechte (!) - das kann man in hunderten von Büchern so nachlesen... Aber stimmt es denn überhaupt?

Die bekannteste Kreativitätsmethode ist das Brainstorming. Es basiert auf schnellem und kritiklosem Verkünden von Ideen in Form von Worten. Brainstorming basiert nur auf Worten und Begriffen, auf Funktionen der linken Gehirnhälfte.

Natürlich gibt es Unterschiede: Brainstorming mit dem Bild von Regen und Sturm zu assoziieren, ist eine Funktion der rechten Gehirnhälfte. Spielerisch Worte und logische Zusammenhänge zu verknüpfen, findet auf der linken Seite statt.

Auf jeden Fall gilt: Die linke Gehirnhälfte besitzt ein erhebliches Kreativpotential!
 
 

Zunächst aber ein paar Anmerkungen über Denken und Sprache...

 

Wie beeinflusst unsere Sprache unser Denken?