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Trainingsprogramm "Akzeptanz": Ideen durchsetzen, Menschen überzeugen - 10. Tag


Erfolg mit Menschen:

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1. Ihre Wirkung durch Äußerlichkeiten

Ihre äußere Wirkung hängt auch von Gegenständen ab, die Sie benutzen. Dazu zählen insbesondere Taschen. Eine Handtasche sollte zu Kleidung und Schmuck passen.

Tipp

Ihre Brille bestimmt den Eindruck Ihres Gesichtes mit. Neben den Möglichkeiten "schönere Brille" und Kontaktlinsen gibt es übrigens, je nach Ursache des Sehfehlers, auch die Möglichkeit, die Brille durch "Augenübungen" ganz loszuwerden.

Aktentaschen sind dagegen Statussymbole, die Professionalität vermitteln sollen. Man würde wohl zu Recht vermuten, daß die meisten Aktenköfferchen nur aus Gewohnheit oder zur Show tagtäglich ins Büro getragen werden. Viele dürften kaum mehr als eine Banane oder ein Vesperbrot transportieren ...

Es kann durchaus sinnvoll sein, eine abgewetzte, ältere Tasche zu verwenden, wenn sie ins Bild passt. Zusätzlich zu "Professionalität" wird dann aber eben auch die Botschaft "Nachlässigkeit" oder "Gleichgültigkeit" übermittelt. Man kann es natürlich auch übertreiben: Wenn die Tasche tatsächlich zum Transport von Akten, Taschenrechner, Handy, Schreibgerät etc verwendet wird, dann macht es wenig Sinn, die Tasche passend etwa zu braunem, schwarzem oder blauem Anzug täglich zu wechseln.

Wilhelm von HumboldtEnergie zeigen

Kleidung und Äußerlichkeiten sollen nicht nur "schön aussehen", das andere Geschlecht beeindrucken und Ihre Persönlichkeit unterstützen. Von Ihrer Kleidung wird auch auf Ihre Eigenschaften geschlossen. Insbesondere Ihren Elan und Ihre Energie können Sie auch durch Ihre Kleidung und Ihre Frisur betonen.

Meiner Idee nach ist Energie die erste und einzige Tugend des Menschen
Wilhelm von Humboldt

Sehr wichtig in diesem Zusammenhang sind Schreibgeräte (Füllfederhalter oder Kugelschreiber?), Schreibmappen etc. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob Sie mit einem billigen Spiralblock oder mit einer eleganten Schreibmappe zu einer Sitzung erscheinen ... Sind Ihre Visitenkarten mit einem Gummi gebündelt oder entnehmen Sie sie einem edlen Etui? ...

2. Ihre Wirkung durch "Persönlichkeit"

BauerIhre Sprache ist Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Das gilt vor allem für zwei Bereiche:

  • Ihr Dialekt
  • Ihre Wortwahl

Sprechen Sie Hochdeutsch oder einen Dialekt oder ein undefiniertes Gemisch? Was ist angebracht und akzeptiert? Dialekte sind in der Regel sehr sympathisch, müssen aber verständlich sein. Dialekte können in manchen Umgebungen auch "ländlich" und veraltet wirken. Im Zweifelsfall macht der mit dem reineren Hochdeutsch Karriere.

Ihre Wortwahl ist ein wesentlicher Bestandteil des Eindrucks, den Sie bei anderen erwecken. Bereinigen Sie daher hin und wieder Ihren Wortschatz. Legen Sie Ihr Augenmerk auf zwei Schwerpunkte:

  • Versuchen Sie, Schimpfwörter und Fäkalsprache nicht zu gebrauchen. Überhaupt nicht.
  • Überprüfen Sie für Sie typische Ausdrucksweisen und Sprüche. Einerseits sind Ausdrücke, die Sie immer wieder benutzen, günstig für die persönliche "Markenbildung". Andererseits sind sie Ziel von Spott und geben unerwünschte Spitznamen ab.

Tipp

Beachten Sie beim Gebrauch eines Dialekts: Ihre ganze Ausbildung hat vermutlich auf Hochdeutsch stattgefunden, auch Fernsehen, Zeitungen und Kultur sind von der Schriftsprache geprägt. Ihr Wortschatz ist daher in der Hochsprache größer als in Ihrem Dialekt. Das hat massive Auswirkungen auf Ihre Ausdrucksfähigkeit und Ihre Denkmöglichkeiten! Also bei tiefergehenden Gesprächen immer die Hochsprache wählen.

Eine gezielte Verbesserung der Sprache ist möglich durch regelmäßige Lektüre guter Zeitungen und durch Diskussionen mit gebildeten Menschen.

3. Ihr Umgang mit Menschen

Achten Sie weiter auf Ihre Körpersprache (und auf die Ihrer Gesprächspartner und Kollegen). Lächeln Sie. Sprechen Sie mit den Handflächen nach oben. Halten Sie sich nirgends fest.

Achten Sie heute darauf, jedem Gesprächspartner in die Augen zu sehen. AugenÜben Sie, auch längere Blickkontakte mühelos zu ertragen.

Gelassenheit ist eine wichtige Eigenschaft. Sie fördert nicht nur Ihre Gesundheit, sondern fördert auch Ihre Akzeptanz. Wer häufig in unnötige Panik verfällt, gar hysterisch reagiert, wer ständig unter dem Gefühl der Ohnmacht leidet usw., läuft Gefahr, nicht mehr ernst genommen zu werden.

Tipp

Gelassenheit ist oft auch eine Frage der körperlichen Verfassung: Trinken Sie genug? Enthält Ihre Nahrung ausreichend Magnesium? Schlafen Sie genug?

Erinnern Sie sich dazu an die Tricks aus der Schulzeit: Ein Schüler stellt sich den zornigen Lehrer in Unterhosen vor und schon verfliegt ein Teil seiner Angst. Ebenso bewährt ist die "Raketenperspektive": Stellen Sie sich den brüllenden Chef von oben vor und gehen Sie dann immer weiter weg. Sie sehen das Büro von oben, dann das ganze Bürogebäude, das ganze Industriegebiet, die ganze Stadt, die umliegende Landschaft, schließlich Deutschland und in 10000 km Höhe ganz Europa. Ganz so wichtig kann diese Person doch wohl nicht sein, oder?

Wenn Sie Probleme haben, auf alltägliche Probleme gelassen zu reagieren, dann sollten Sie solche Blickwinkel üben. Noch besser helfen natürlich Autogenes Training oder NLP.

4. Ihre Stimme

AufgabeAufgabe:Bitte lesen Sie sich täglich laut und deutlich einen Artikel aus der Zeitung vor.

Wenn Sie gelegentlich in einer Fremdsprache verhandeln oder etwas vortragen müssen, sollten Sie unbedingt auch Stimmübungen in dieser Sprache durchführen. Dazu eignet sich wiederum gut das laute Vorlesen von Zeitungsartikeln.

Auch wenn man eine Fremdsprache verhandlungssicher beherrscht, heißt das nicht, daß man immer richtig spricht. Häufig kommt ein leichter Unsicherheitsfaktor hinzu, der uns einzelne Wörter, deren wir uns nicht ganz sicher sind, undeutlich oder unnötig leise aussprechen läßt. Das merken vielleicht weder Redner noch Zuhörer bewußt. Unbewußt kann aber ein deutlicher Eindruck von Unsicherheiten bleiben.

Tipp

Auch wer eine Fremdsprache gut beherrscht, tut gut daran, seine Aussprache immer wieder neu zu beobachten und vielleicht gelegentlich sogar anhand von Anfängerkursen auf CD zu kontrollieren.

5. Ihre Argumentation: Was sagen Sie?

Begründen Sie! Wenn Sie wollen, daß Ihre Idee akzeptiert wird, müssen Sie begründen. Gerade wichtige Aussagen, auf denen weitere Argumente aufbauen, sollte man nicht einfach nur aussprechen. In der Regel ist es sinnvoll, Gründe kurz zu fassen und lieber ein paar Gründe mehr zu erwähnen. "erstens, zweitens und drittens ..."

TÜV-ZeichenDie stärkste Form der Begründung ist der Beweis im wissenschaftlichen Sinne, also mit klaren Fakten, technischen Gründen, Verkaufsstatistik, Bilanz, Gutachten vom TÜV ... Wenn Ihnen Beweise möglich sind, sollten Sie den Beweis erbringen. Schieben Sie aber einem Beweis niemals etwas Schwächeres, eine Begründung, hinterher.

Häufiger und oft noch wirksamer als Beweise sind an ihrer Stelle Scheinbeweise einzusetzen. Dazu zählen Zitate von Autoritäten, notfalls auch von Autoritäten, die keiner kennt, Zitate von Branchengurus oder Führungspersönlichkeiten aus dem eigenen Unternehmen, vom Firmengründer ... Häufig werden solche Zitate kritiklos als Beweis hingenommen.

6. Ihre Präsentation: Wie sagen Sie es?

Handouts gibt es erst am Schluß! Die Aufmerksamkeit muß Ihrem Vortrag gelten.

Das ist auch bereits die wichtigste Regel zur Ausgabe von Prospekten oder Schriftstücken. Die meisten anderen Aspekte verstehen sich von selbst: Auch das Handout soll Eindruck machen. Es soll die wichtigsten Informationen liefern. Es gehört zur Show.

Knowhow-Geschenke

HandoutEine wichtige Sache wäre aber noch zu beachten: Sie wollen verhindern, daß Ihre Unterlage wieder weggeworfen wird. Wie machen Sie das?

MüllBücher wirft niemand weg. Prospekte wirft jeder weg. Den Unterschied machen Sie. Ihre Unterlage muß eine Art Knowhow-Geschenk sein. Vergleichen Sie es mit methode.de. Sie finden hier kostenloses, aber wertvolles Knowhow. Deshalb kommen Sie gerne wieder, empfehlen uns weiter und kaufen Ihre Bücher bei mir. Methode.de vergessen Sie nie mehr.

So wird auch Ihr Zuhörer Ihre Unterlage nicht wegwerfen, wenn er darin ein wertvolles Knowhow erkennt. Wenn Sie also eine Präsentationsmappe erstellen, dann sollten Sie immer auch diesen Aspekt im Auge behalten.

In der Regel ist ein Handout eines Vortrags nur ein Satz Kopien. Wer sich Mühe gibt, verteilt farbige und geheftete Unterlagen. Wer etwas verkaufen will, hat das Ganze als Hochglanz-Prospekt. Das macht mehrere Sekunden lang Eindruck. Dann ist es wieder nur Papier.

Ihr Papier bleibt dagegen Knowhow-Träger, wenn es wirklich Knowhow trägt. Manchmal erreichen Sie das schon mit einfachen Mitteln: Ergänzen Sie z.B:

  • eine Liste mit wichtigen Anschriften Mindmap
  • Telefonnummern
  • eine Liste mit ergänzenden Webseiten
  • ein ausführliches Literaturverzeichnis
  • Ordnende Informationen wie Mindmaps
  • ...

Dabei kommt es nicht so sehr auf den direkten Bezug zu Ihrem Thema an. "Notwendig" wäre es vielleicht garnicht. Es handelt sich lediglich um einen Köder, der verhindert, daß Ihre Unterlagen weggeworfen werden. Weisen Sie unbedingt auf diese "interessante Unterlage" hin!

Und noch etwas: Bei Führungskräfte-Tagungen finden die Teilnehmer manchmal als "Handout" einen ganzen Stapel Bücher in ihrem Hotelzimmer vor. Wenigstens eines davon sollten Sie persönlich überreichen ...


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