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15-Tage Methodentraining Strategie - Kursteil 2/15


15-Tage Methodentraining Strategie - Kursteil 2/15

WaldbrandAuch dieser zweite Schritt beleuchtet zur Einführung verschiedene Aspekte der Strategie.

Strategie fängt bei der Analyse an

Wer ein Schiff steuern will, muss seine Position bestimmen können.
Wer optimale Entscheidungen fällen will, muss seine Situation beurteilen können.

Wir wollen Chancen und Risiken früh erkennen. Doch wir Menschen neigen dazu, einen Blick "für das Ganze", für den Durchschnitt etc zu entwickeln, ein ganzes Unternehmen nach seinem Gewinn, seinem Aktienkurs oder der Bilanzsumme zu beurteilen. Eine solche Verhaltensweise ähnelt dem vielzitierten Versuch, aus der Durchschnittstemperatur des Waldes ein Frühwarnsystem für Waldbrände zu machen.

Auch die Analyse seiner Situation kann man gut oder schlecht machen. Das ist eines der Themen, über die Sie in diesem Training nachdenken werden.

mehr Erfolg mit meineZIELE!Zum strategischen Denken gehört nicht nur das Treffen von Enscheidungen, sondern auch die Analyse und Schaffung der Entscheidungsgrundlagen.  

Ein besonders wertvolles Instrument für eine umfassende und sorgfältige Situationsanalyse ist meineZIELE.

DreieckAufgabe: Bitte denken Sie ein paar Minuten nach: Haben Sie schon einmal eine umfassende Analyse Ihrer Lebenssituation, Ihrer beruflichen Situation oder Ihres Unternehmens gemacht? Wie würden Sie vorgehen, wenn Sie die wichtigsten Aspekte erkennen und auf einem einzigen Blatt Papier zusammenführen wollten?

Strategie - Ein Lernprozess

Strategie basiert nicht in erster Linie auf Erfahrung, sondern auf Logik, auf "Nachdenken und Planen am grünen Tisch". Selbst ein großes Unternehmen kann sich aber nicht sicher sein, dass der große Wurf am grünen Tisch in der Praxis auch gelingt. Strategie ist ein Lernprozess. Auch nach 10 Tagen Nachdenken werden Sie feststellen, dass echte Kunden und echte Produkte doch immer neue Überraschungen bereithalten.

KrankheitDies gilt umso mehr für "persönliche Strategie". Eine noch so gute Erfolgsstrategie kann kläglich scheitern, wenn plötzlich Ihre Tochter oder Ihr Vater erkrankt, Ihr Vorgesetzter ersetzt wird, ein Rechtsstreit verlorengeht ... Aber auch in einem solchen Fall sollte man sich nicht auf seinem Scherbenhaufen ausruhen. Gerade dann sollten Sie wieder hier beginnen und sich strategisch neu ausrichten...

Es gibt Zeiten, in denen sich wenig bewegt und es gibt Zeiten, in denen sich buchstäblich alles um uns herum ändert, Welten zusammenbrechen und nichts mehr ist wie zuvor. Zum strategischen Denken gehört deshalb auch, Verhaltensvorsätze zu bilden, auf Vorrat zu denken, Weichen zu stellen, solange man Zeit und Ruhe hat. In Momenten schneller Veränderung braucht man seine Kraft für das unmittelbar Naheliegende.

Strategisches Denken nützt Ihnen nur, wenn es in Ihr Bewusstsein übergeht. Einfach durchlesen bringt nichts. Denken Sie deshalb nach, nehmen Sie sich Zeit, verwenden Sie Papier und Füllfederhalter.

Nicht jede Strategie geht auf. Aber ruhen Sie sich nie auf einem Scherbenhaufen aus.

Doch jetzt zu den ersten praktischen Ansätzen und Übungen:

Strategie im Rückblick?

"Damals war unsere Strategie ... " Kommt Ihnen das bekannt vor? Oft sagen wir, wir hätten diese oder jene Strategie verfolgt. Doch oft genug machen wir uns nur etwas vor. In den meisten Fällen waren ganz andere Gründe, Überlegungen, Zufälle etc im Spiel. Das, was später herauskommt, war dann eben vorher unser Ziel ... Überlegen wir daher, wie wir bisher wichtige Entscheidungen trafen:

AufgabeAufgabe: Notieren Sie bitte auf einem leeren Blatt untereinander in Stichworten wichtige persönliche Entscheidungen, die Sie in Ihrem Leben getroffen haben. Z.B. Wahl des Studienfachs, Berufs, Arbeitgebers, Lebensgefährten, Wohnort etc, wichtige Zeitpunkte ...

AutounfallVersuchen Sie, die 12 wichtigsten Entscheidungen zu finden, also jene, die sich am stärksten auf Ihren Lebensweg ausgewirkt haben. Das können Entscheidungens sein, über denen Sie jahrelang gebrütet hatten oder auch sehr simple oder unbedachte Entscheidungen, etwa jenes eine Glas zuviel, das Ihre Beifahrerin das Leben kostete...

Bitte denken Sie gründlich (und schriftlich) über diese Frage nach. Es ist wichtig, ein Gefühl zu gewinnen, welche Entscheidungen das Leben bestimmen.

AufgabeAufgabe: Bitte wiederholen Sie vorausgegangene Übung in Bezug auf die 12 wichtigsten Entscheidungen, die Sie im Auftrag Ihres jetzigen Arbeitgebers oder im Sinne Ihres eigenen Unternehmens getroffen haben. Bitte bearbeiten Sie die Aufgabe schriftlich.

AufgabeAufgabe: Überlegen Sie, ähnlich wie bei den vorausgegangenen Übungen, welche Ereignisse oder Umstände einmal eines Ihrer Vorhaben zu Fall brachten. Welche beruhten auf falschen Überlegungen? Welche auf Zufall, Schicksal, persönlichen Unzulänglichkeiten, fehlenden Informationen ...?

AufgabeAufgabe: Überlegen Sie nun weiter:
 
  • Welche Entscheidungen beruhten auf Strategie?
  • Welche anderen Beweggründe waren entscheidend?
  • Welche haben sich nachträglich als richtig oder falsch erwiesen?
  • Hatte das jeweils strategische Gründe?
  • Welche der Entscheidungen entsprachen einer "Konzentrationsstrategie" im weitesten Sinne?
  • Welche brachten eine neue Vielfalt von Optionen und Pflichten?
  • Welche führten zu Verzettelung?
  • Welche brachten eine Vereinfachung, eine Konzentration auf Wesentliches?

Auch "sich nicht zu entscheiden", Existierendes gleich garnicht in Frage zu stellen, ist eine Entscheidung, oft sogar eine klare Entscheidung für Bewährtes. Beispielsweise wäre die Entscheidung, den Wohnort oder den Arbeitgeber lange Zeit nicht zu wechseln, eine Art Konzentrationsstrategie.

  • RadarKonzentrieren Sie sich auf das Beste?
  • Oder auf das Einfachste?
  • Oder das persönlich Wertvollste?

Bitte denken Sie gründlich über diese Fragen nach und halten Sie Ihre Erkenntnisse schriftlich fest.

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