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15-Tage Methodentraining Strategie - Kursteil 6/15

  

15-Tage Methodentraining Strategie - Kursteil 6/15

Diese Ausführungen sind Teil eines Trainings in persönlicher Strategie.Chancen und Risiken

Ein 4-Sektoren-Modell

Strategisches Denken setzt sich mit dem Ergreifen von Chancen auseinander, aber auch mit der Vermeidung von Risiken. Und Strategie setzt sich mit uns selbst auseinander ebenso wie mit der Umwelt. Daraus ergibt sich das dargestellte, recht einfache Modell für die Zielrichtungen von Strategie.

Vergleichen Sie nun einmal mit den Gedanken, die Sie sich in den ersten Schritten dieses Trainings gemacht haben. Könnte es sein, dass Strategie für Sie nur der blaue Bereich war? Oder nur der rote Bereich? Oder gar nur einer der vier Sektoren? Zumindest in den gesetzten Schwerpunkten?

Tun wir also einen wichtigen Schritt in unserem Strategiebewusstsein: Nehmen wir Stratgie nicht nur bezogen auf die Außenwelt wahr, sondern auch bezogen auf unsere Innenwelt. Übrigens kennt man dieses Modell heute auch als SWOT-Analyse.
 

Stärken und Schwächen als Ursache von Chancen und Risiken

Chancen und Risiken erwachsen uns nicht nur aus den Wechselfällen des Lebens und der Umwelt. Chancen entstehen auch durch unsere Stärken, Risiken erwachsen aus unseren Schwächen. Chancen zu ergreifen, fällt leichter, wenn die Chancen zu unseren Stärken passen. Risiken lassen sich vermeiden, wenn wir unsere Schwächen kennen und sie im Griff haben.

Sehen wir uns also die vier Zielrichtungen der Strategie an. Sehen wir uns an, welche Instrumente und Grundsätze uns jeweils weiterhelfen. Und beginnen wir im linken, roten Bereich, dem Bereich, der die Grundlage bildet, mit unseren Stärken und Schwächen.Schwächen
 

Unsere Schwächen

Es gilt unter Arbeitsmethodikern als unfein, sich überhaupt mit Schwächen auseinanderzusetzen. Nur unsere Stärken bringen uns immer weiter nach oben.

 

 

Wilhelm BuschAber erinnern Sie sich an den Frosch, den Wilhelm Busch auf einen Baum klettern lässt?

 

"Wenn einer, der mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum
schon meint, dass er ein Vöglein wär,
so irrt sich der."

(Wilhelm Busch)

 

Der Frosch hat etwas erreicht. Aber er übersieht unter dem überwältigenden Eindruck seiner Stärke eine Schwäche: Fliegen kann er nicht. Und landet auf der Nase.

Wie geht man strategisch mit Schwächen um?

Voraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit Schwächen ist eine einfache Stärken-Schwächen-Analyse. Diese steht in den nächsten Tagen auf dem Programm dieses Trainings. Wir müssen ermitteln: Welche Schwächen habe ich? Welche Schwächen hat meine Abteilung? Mein Unternehmen? ... Diese Schwächen sind zu bewerten. Sind sie groß oder klein? Spielen Sie in Bezug auf meine Zielerreichung eine Rolle? Bergen Sie Risiken?

Aus dieser Analyse ergeben sich wichtige und unwichtige Schwächen. Manche lassen sich durch Stärken ausgleichen, manche nicht. Und es ergibt sich bei genauer Analyse genau eine Schwäche, die Sie selbst oder Ihr Unternehmen am stärksten behindert. Nach diesen Kriterien wählen Sie aus, welche Stärken es wert sind, angepackt zu werden.

AufgabeAufgabe: Bitte überlegen Sie kurz, ohne eine umfassende Analyse zu machen, welche Ihre drei schwerwiegendsten Schwächen sind.
 

Stärken Ihre Stärken

Das in der Regel tatsächlich wichtigere Ergebnis einer Stärken-Schwächen-Analyse sind die Stärken. Es gibt viel mehr Dinge, die wir nicht können, als Dinge die wir sicher beherrschen. Niemand sieht sich selbst als denjenigen, der hunderte von Sprachen nicht sprechen und hunderte von Musikinstrumenten nicht spielen kann. Es stört mich nicht, dass ich kein Papier machen kann, kein Bier brauen und keinen Autoreifen konstruieren. Für meinen Erfolg ist wichtig, was ich kann. Und es ist entscheidend wichtig, was ich besonders gut kann.

Strategisch richtig ist deshalb, die entscheidenden Stärken zu suchen und zu erkennen, sie zu pflegen, auszubauen und zu ergänzen.

AufgabeAufgabe: Bitte überlegen Sie kurz, ohne eine umfassende Analyse zu machen, welche Ihre drei wertvollsten Stärken sind.Chancen
 

Ihre Chancen

Chancen kommen und gehen. Tag für Tag. Unser materieller Erfolg hängt ebenso wie unsere Freude am Leben davon ab, welche Chancen wir ergreifen.

Der Umgang mit unseren Chancen ist etwas sehr Komplexes. Uns bietet sich eine ungeheure Vielfalt von Möglichkeiten. Große und kleine, trügerische und erfolgversprechende, lohnende und wertlose. Es gibt langfristige und kurzfristige Möglichkeiten, solche, die ich als Familienvater habe und solche, die ich in meinem Verein oder in meinem Beruf ergreifen kann. Manche Chancen schließen sich gegenseitig aus. Und manch eine, so zum Beispiel in ein anderes Land zu ziehen, macht nahezu alle anderen bisherigen Möglichkeiten zunichte und erschafft gleichzeitig eine ungeheure Fülle neuer Chancen.

So gilt es für uns zunächst einmal, uns einen Überblick zu verschaffen, zu sehen, welche Chancen sich bieten. Dann gilt es, auszuwählen, diejenigen Chancen zu benennen, die wir fortan Ziele nennen wollen. Und diesen Überblick benötigen wir immer wieder neu. Denn wie gesagt. so ziemlich alles im Leben hängt davon ab, welche Chancen wir wählen. Für unser strategisches Denken also eine entscheidende Aufgabe.

AufgabeAufgabe: Bitte überlegen Sie kurz, ohne eine umfassende Analyse zu machen, und notieren Sie zehn verschiedene Chancen aus verschiedenen Feldern, die sich momentan bieten, Ihr Leben zu verbessern.
 

Risiken Ihre Risiken

Jede Chance birgt Risiken. Risiken birgt aber auch die Umwelt. Sie erwachsen aus den Bemühungen von Wettbewerben ebenso wie aus den Wechselfällen des Lebens. Nicht jedes Risiko ist versicherbar. Und das Fatale an Risiken: Manchmal kann ein einziges Risiko tausend Chancen zunichte machen.

Strategisches Denken muss also auch Risiken benennen, analysieren, abwägen und beseitigen. Auch große Projekte, die immer nur von chancenorientiert denkenden Menschen vorangebracht werden können, leben davon, dass eben doch auch die eher unbeliebten "Bedenkenträger" zur rechten Zeit Gehör finden. Wir brauchen nicht in jedem Projekt monatelang im Voraus definierte Notbremsen. Wir machen einfach einen neuen Versuch, geben nochmals Geld aus, gehen einfach ein zweites Mal in die Prüfung...

Aber das Ausmaß der Risiken sollten wir vorher kennen. Die grundsätzliche Entscheidung, welche Risiken wir tragen wollen und welche nicht, ist strategisch außerordentlich bedeutsam. Auch damit muss sich strategisches Denken auseinandersetzen.

AufgabeAufgabe: Bitte überlegen Sie kurz, ohne eine umfassende Analyse zu machen, und notieren Sie einige große Risiken für Ihr privates und Ihr berufliches Leben. Notieren Sie, ob Sie etwas tun und was Sie tun, um das Risiko zu minimieren.
 

Zusammenfassung

AufgabeAufgabe: Bitte vergegenwärtigen Sie sich nochmals die vier genannten Sektoren, um die sich strategisches Denken kümmern muss.
 

Durchgehende Aufgabe:

Lesen und bearbeiten Sie "Das neue 1x1 der Erfolgsstrategie" etwa 10 Seiten pro Tag.

 

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