
Ein geringerer Auftragsbestand kann die Verwaltungskosten deutlich senken.
Schnelligkeit reduziert den Auftragsbestand
Zeitwettbewerber reduzieren, sofern sie nicht sofort enormes Wachstum auslösen, den Auftragsbestand. Gleichbleibender Umsatz bei halber Lieferzeit bedeutet eine Halbierung des Auftragsbestands.
Negative Effekte ...
Als unerwünschter Nebeneffekt reduzieren sich Möglichkeiten für gemeinsame Fertigungsschritte und optimierte Losgrößen. Zeitwettbewerb löst daher selbst wieder einen Druck, z.B. auf die Rüstzeiten aus. Nachteilig sind auch Schwankungen im Auftragsbestand, manchmal mit bedrohlicher Tendenz gegen Null. Hier wird die Antwort in flexibleren Arbeitszeiten und einer pfiffigeren Trennung von Kommissions- und Lageraufträgen liegen...
... werden durch positive Effekte mehr als aufgewogen
Erfreulich dagegen ist eine zunehmende Übersichtlichkeit des Auftragsbestandes. Die Reaktionszeiten der EDV werden besser, die Papierberge kleiner.
Der Haupteffekt ist aber: Der Anteil der Änderungen und Stornierungen nimmt ab, da auch die Kunden zu einem späteren Zeitpunkt bestellen können. "Bestellungen auf Verdacht" sind nicht mehr nötig. Der Kunde wartet mit der Bestellung, bis er sicher weiß, was er braucht.
Weniger offene Kundenaufträge bedeuten in vielen Organisationen weniger offene Werksaufträge, weniger offene Reservierungen, oft sogar eine Reduzierung des Lagerbestands im Fertigungsbereich.
Häufig werden Lieferzeiten reduziert durch Koordination verschiedener Fertigungs- oder Meisterbereiche. Weniger angearbeitete Aufträge warten auf Zulieferung aus einem anderen Betriebsteil. Auch hier wird sowohl die organisatorische als auch die physische Ordnung deutlich verbessert. Das "Sich-Kümmern-Müssen" reduziert sich auf ein Minimum.