Rote Augen sind vermeidbar. Oft auch Kurzsichtigkeit. Die Brille, scheinbar zwanghaft mit der Bildschirmarbeit verbunden, kann durch Vorbeugung oft vermieden werden. Viele Gegenmaßnahmen kosten nur wenige Sekunden, allenfalls Minuten pro Tag. Nutzen Sie sie!
"Schon nach einem Jahr Bildschirmarbeit brauchte ich eine Brille!"
Kommt Ihnen diese Aussage bekannt vor? Jahrelange Arbeit am Bildschirm gefährdet die Gesundheit unserer Augen. Aber Bildschirmarbeit ist durchaus nicht zwangsläufig schädlich. Denn es gibt wirksame Maßnahmen zum Schutz des Augenlichts.
Augenschutz bei der Bildschirmarbeit bedeutet nicht nur immer besser Bildschirme.
Wer heute einen guten Monitor kauft, erwirbt ein Gerät, das kaum noch messbare Strahlung aussendet und mit einem phantastisch guten Bild aufwarten kann.Bildschirmrichtlinie und das Arbeitsschutzgesetz finden viel Beachtung. Anhand von Checklisten werden die Bildschirmarbeitsplätze der Unternehmen analysiert.
Doch vergessen wir nicht: Ein Büroarbeitsplatz ist ist nichts Abstraktes. Nicht nur Technik, Büromöbel und EG-Richtlinien bestimmen seine Qualität, sondern vor allem die betroffenen Menschen. Einen Büroarbeitsplatz zu optimieren, ist
nur ein Teil der Lösung!
Bildschirmarbeit bleibt auch mit einem guten Monitor eine Strapaze. Die Ursachen für Augenschäden liegen nicht im Bildschirm, wenn auch ein schlechter Monitor dazu beitragen kann. Häufig sind es psychische Probleme, die Augenleiden wie Kurzsichtigkeit fördern. Das Hauptproblem liegt in der Kurzsichtigkeit durch permamentes Sehen auf zu kurze Distanz. Nackenschmerzen, rote und brennende Augen, und vieles andere blieb uns trotz immer besserer Bildschirme erhalten. Auch die Ergonomie-Vorschriften der EG werden sich nicht als Allheilmittel erweisen.
Was kann man tun?
Zu den wichtigsten Gegenmaßnahmen zählen einfache Augenübungen wie Palmieren, Brillenträgermassage, Stirn-Ohren-Linie und viele andere. Rauchen Sie nicht am Bildschirm. (Dieser Tip gilt auch bei Bildschirmen ohne messbares elektrostatisches Feld). Sorgen Sie für eine ausgewogene Ernährung, (Bildschirmarbeit steigert den Bedarf an Vitamin A.) Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung und die richtige Höhe und Plazierung des Monitors!
Hier das Wichtigste in Kürze:
Palmieren
Führen Sie ein- bis zweimal täglich die Palmier-Übung durch. Bedecken Sie dazu beide Augen mit den Händen, so daß kein Licht eindringen kann. Drücken Sie nicht gegen die Augen! Stellen Sie sich für zwei bis drei Minuten irgendwelche schöne, vor allem farbige Gegenstände oder Landschaften vor. Eine interessante Variante ist es, wie beim Autogenen Training, sich einen Energiefluss von den Händen in die Augen und weiter durch den ganzen Körper vorzustellen.
Entfernen Sie dann ganz langsam die Hände von den Augen. Entfernen Sie die Hände so langsam, daß kein Blendeffekt eintritt. Wenn Sie sich geblendet fühlen, dunkeln Sie lieber nochmals stärker ab.
Palmieren ist übrigens auch eine sinnvolle Übung, wenn Sie garnicht am Bildschirm arbeiten. Vorstellungsübungen sind nicht nur ein gutes Training für die Zusammenarbeit von Auge und Gehirn. Sie sind gleichzeitig Grundlage vieler Denkmethoden und Gedächtnistricks.

Brillenträger-Massage
Nicht nur für Brillenträger ist die Brillenträger-Massage nützlich. Fassen Sie dazu mit Daumen und Mittelfinger die Nasenwurzel und legen Sie den Zeigefinger etwas darüber auf die Stirn. Nun massieren Sie einfach für vielleicht zehn oder zwanzig Sekunden diese Stelle mit sanftem Druck.
Die Stirn-Ohren-Linie
Die Stirn-Ohren-Linie bezeichnet eine einfache Massageübung. Legen Sie dazu die Mittelfinger beider Hände auf die Mitte der Stirn. Beginnen Sie dann unter sanftem Druck eine leichte Massage in kreisenden Bewegungen. Bewegen Sie dabei die beiden Finger immer weiter nach außen, dann über die Schläfen und herunter bis zum unteren Ansatz der Ohren. Nehmen Sie sich dazu etwa 20 bis 25 Sekunden Zeit.
In die Ferne sehen
Nicht Fernsehen, sondern in die Ferne sehen, ist das richtige Rezept gegen Kurzsichtigkeit. Verfolgen Sie einfach immer mal wieder mit Ihren Augen die Konturen von Gegenständen, die mindestens 6 Meter von Ihnen entfernt sind. Erst ab dieser Entfernung stellen sich Ihre Augen ungefähr auf unendlich ein. Bildschirmarbeit findet auf sehr kurze und gleichbleibende Distanz statt. Ein optimales Gegengewicht erreichen Sie durch sportliche Betätigung im Freien, z.B. Ballspiele.
Augenarzt?
Wenn Sie das Gefühl haben, daß Sie nicht nur vorbeugen sollten, sondern daß vielleicht schon etwas mit Ihren Augen nicht mehr in Ordnung ist, dann sollten Sie Ihren Augenarzt aufsuchen.
Gleitsichtgläser?
Der Monitor sollte so aufgestellt werden, daß sich die oberste Bildschirmzeile ungefähr auf Augenhöhe befindet. Diese Faustregel gilt allerdings nicht für Brillenträger mit Gleitsichtgläsern. Wer nur durch den unteren Teil seiner Brille blickt, muss den Bildschirm, abhängig vom Abstand, etwas tiefer stellen.
Ausgewogene Ernährung
Bildschirmarbeit kann den Bedarf an Vitamin A erhöhen. Normalerweise ist es allerdings nicht nötig, etwa durch Vitaminpräparate zusätzlich Vitamin A zuzuführen. Da auch andere Stoffe nicht knapp werden sollten, ist die richtige Antwort einfach eine ausgewogene, vitaminreiche Kost. Beachten Sie allerdings, daß Vitamin A nur in tierischer Nahrung vorkommt oder mit Hilfe von UV-Licht aus pflanzlichen Carotinen gewonnen werden muß. Bei strengen Vegetariern könnte es deshalb in der dunklen Jahreszeit zu Problemen kommen.
Nicht am Bildschirm rauchen!
Vor einigen Jahren noch war der Verzicht auf Rauchen äußerst wichtig. Das elektrostatische Feld, das sich zwischen dem Benutzer und dem Bildschirm aufbaut, transportiert die Rauchpartikel direkt in die Augen. Durch bessere Bildschirme ist die Situation heute etwas entspannt. Da Rauchen jedoch die Sauerstoffversorgung des Körpers deutlich verschlechtert und gleichzeitig die Augen zu unseren stärksten Sauerstoff-Verbrauchern zählen, sollten Sie das Gebot noch immer einhalten.
Bildschirmpause
Wenn es an Ihrem Arbeitsplatz möglich ist, die Arbeit abzuwechseln, sollten Sie versuchen, nicht unnötig lange am Stück am Bildschirm zu arbeiten. Stehen Sie gelegentlich auf und bewegen Sie sich. Es empfehlen sich leichte Gymnastikübungen zur Entspannung der Nackenmuskulatur.
Noch ein Tipp dazu: Sie sehen links ein Poster, das der Rana-Verlag herausgebracht hat. Es zeigt einige wichtige Augenübungen und erläutert diese gut verständlich. Es ist sinnvoll, dieses Poster überall da auszuhängen, wo Menschen am Bildschirm arbeiten. Nicht nur für das einfache erstmalige Lernen der Übungen, sondern als ständige Erinnerung. Denn der Schutz der Augen ist eine Daueraufgabe.
Dranbleiben!
Augenprobleme bei der Bildschirmarbeit können verschiedenste Ursachen haben. Deshalb führen Augenübungen und andere Maßnahmen verschieden schnell zum Erfolg, je nach Situation.
In Glücksfällen erinnert die Geschwindigkeit des Erfolgs an Wunderheiler. So lernte ich per Zufall einen Mann kennen, der schon nach einmaligem (!) Anwenden der Stirn-Ohren-Linie, die er aus meinem Buch "Superprogramming" kannte, eine sprunghafte Verbesserung seiner Sehkraft festgestellt hatte.
Das ist jedoch die Ausnahme! Augenübungen zur Vorbeugung müssen eigentlich gar nicht täglich sein. Wenn sie aber nicht zur konsequenten Gewohnheit werden, geraten sie in Vergessenheit. Bleiben Sie also dran!
Literatur:
Fazit
Es ist nicht ganz klar, wie weit der reale medizinische Einfluß der Reflexzonenmassage reicht und wo eventuell psychologische Effekte mit hineinspielen. Die Reflexzonenmassage ist jedenfalls wirksam. Sie fördert körperliches wie geistiges Wohlbefinden. Es lohnt sich, insbesondere aufgrund des geringen Zeitaufwands, die Methode kennenzulernen und zumindest ein Paar Massageroller anzuschaffen.