In diesem Sinne wendet sich Zeitmanagement in erster Linie an Menschen mit sogenannter "unstrukturierter" Arbeitsweise. Das sind Menschen, die nicht als Sachbearbeiter immer wieder dasselbe tun, sondern beispielsweise als Führungskraft oder bei Projektarbeit immer wieder andere Tätigkeiten haben, die sich also an Zielen und Terminen orientieren müssen.
Der Erfolg von Zeitmanagement beruht aber nicht nur auf der besseren Organisation, sondern viel mehr noch auf seiner psychologischen Wirkung. Diese lässt sich mit vereinfachten Methoden auch bei einer Sachbearbeitertätigkeit etc nutzen (Siehe Sammel-Methode)
Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Motivation. Für viele Menschen ist Zeitmanagement im Kern eine Motivationsmethode. Wer alles aufschreibt, was zu tun ist, kann alles abstreichen, was erledigt ist. Das gibt eine Menge Energie zurück. Überhaupt hat Schreiben etwas Magisches an sich. Ziele niederzuschreiben steigert das Commitment auf ein solches Ziel, unsere Selbstverpflichtung sozusagen, dieses Ziel zu erreichen. Das lässt sich auch im wissenschaftlichen Sinne leicht nachweisen. Bei gleichen Zielen sind diejenigen, die sie schriftlich festhielten bei weitem erfolgreicher.
Zeitplanbücher
Kernstück des Zeitmanagements ist die optimale Planung der Ziele, der Zeit und der Prioritäten. Dazu benutzte man früher üblicherweise ein Zeitplanbuch. Heute sind PDAs, also kleine Computer in Handygröße, sehr in Mode und werden zur Steuerung von Terminen benutzt. Die Verfolgung von Zielen ist bis heute auf Papier oder auf einem normalen PC (
) deutlich besser möglich.
In der Papierwelt empfiehlt sich ein Ringbuchordner, oder - noch eleganter - ein Buch mit Federleisten im Format DIN A6 mit einem Blatt pro Kalendertag sowie verschiedenen anderen Organisationsteilen wie alphabetisches Register sowie Wochen- oder Monatsblättern.
Wer häufig am PC arbeitet, findet ein besonders gutes Organisationsmittel in
einem Programm, das nicht einfach nur ein Zeitplanbuch im PC abbildet sondern methodisch weit mehr möglich macht als ein gewöhnlicher Organizer.
Das Zeitplanbuch hat den Zweck schriftlich und lückenlos langfristige Ziele in immer handlichere Portionen zu zerteilen. So kommt man, ausgehend z.B. von einem Jahresplan auf Monats- Wochen- oder Tagespläne. Welche dieser Zeithorizonte man zur Planung verwendet, hängt von der Situation und den Gewohnheiten des Einzelnen ab.
Zeitplanbücher aus Leder und Papier haben natürlich noch immer ihre Vorteile. Sie sind einfach und das Schreiben in Handschrift führt zu einer besseren Verdrahtung im Gehirn und einem stärkeren Commitment. Die Vorteile der Software liegen da, wo große Anzahlen von Aufgaben auftreten und da, wo gleichzeitig auch Dokumente und Dateien mit den Aufgaben verwaltet werden sollen. Die klare Struktur von Zielen und Aufgaben führt mit
zu einer Umschichtung der Aufgaben von den weniger wichtigen zu den wichtigen Aufgaben. Das führt zu einem messbaren Erfolgszuwachs.
Entscheidend ist, dass man immer das in den Vordergrund stellt, was man heute, morgen, im Laufe der Woche erreichen möchte. Das, was einem wirklich voranbringt. Das sollte nicht im täglichen Kleinkram untergehen!
Mehr über Zeitplanbücher:
• Papier oder elektronischer Organizer?
• Ein Kalender ist kein Zeitplanbuch
• Produktbeispiel
• Der Organisationsteil des Zeitplanbuchs
Alle Aufgaben, die man in die Tagesplanung übernimmt, werden in Stichworten notiert. Die Formulierung sollte möglichst in Form eines Ziels geschehen. Der kurze Aufgabentext sollte also nicht aussagen, was man tun will, sondern was man erreichen will.
Wählen Sie, wenn Sie in der Papierwelt bleiben, kein großformatiges Zeitplanbuch, auch wenn es sich dabei um das meistverkaufte handeln sollte. In aller Regel ist es besser, sich zu einer prägnanten Ausdrucksweise und einer Konzentration auf Wesentliches zu zwingen. Dazu sind DIN A5 Bücher mit ihrer Unmenge an Platz nicht geeignet.

Prioritäten
Jede Aufgabe versieht man mit einer Priorität. Normalerweise genügt die Unterscheidung in drei Prioriäten, also eine niedrige, eine mittlere und eine hohe Priorität. Grundsätzlich werden die Aufgaben mit hoher Priorität zuerst angepackt, völlig unabhängig davon, wie unangenehm sie sind oder wieviele unwichtige Aufgaben gleichzeitig anstehen.
Ziel dieses Prinzips ist es, die Konzentration der Kräfte auf das Wesentliche zu erreichen. Wer streng nach Prioritäten vorgeht, ist stets sicher, daß er an seiner wichtigsten Aufgabe arbeitet. Selbst wenn man sein Tagespensum nicht erledigen kann, so ist man sich doch sicher, wenigstens die wichtigsten Ziele erreicht zu haben und nicht die Zeit mit irgendwelchen nebensächlichen Lieblingsaufgaben vertrödelt zu haben.
Zu den vielen simplen Grundsätzen des Zeitmanagement zählt auch einer, den man mit Recht als hochwirksame Erfolgsmethode bezeichnen kann: Beginnen Sie jeden Tag damit, die drei Wichtigsten Ziele für diesen Tag festzulegen. Als fixes Ritual, also nicht mal zwei oder mal vier. Man will schließlich nicht nur Verzettelung vermeiden, sondern auch zu enge Fixierung. Dann beginnen Sie mit der ersten dieser drei Aufgaben und lassen nicht mehr davon ab, bis sie alle drei erledigt sind. Was sollte Sie dabei noch unterbrechen können? Es waren schlielich Ihre wichtigsten Aufgaben. Wie gesagt, ein sehr simpler Grundsatz. Aber er hat schon Traumkarrieren eröffnet und große Vermögen geschaffen.