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Strategie: Mehr Erfolg mit weniger Aufwand (Teil 7 von 7) - Gibt es eine optimale Strategie?

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Es ist schwer, unter den theoretischen Strategieprinzipien ein besonders gutes herauszufinden. Aber ein Blick in die Weltgeschichte hilft hier weiter.

Diese Übersicht orientierte sich an historischen Beispielen. Vielleicht kann man die beste Strategie ja an einem besonders spektakulären militärischen Erfolg ablesen. Sieht man einmal von den "Glücksfällen" ab, in denen eine Armee in ihrer Garde-Uniform ins Nachbarland einmarschieren konnte, dann fällt ein Bespiel aus der römischen Geschichte ins Auge:

Eine historische Parallele zum Golfkrieg

Saddam HusseinIn der Antike gab es mehrfach Siege der nach Zahlen eigentlich weit Unterlegenen auch bei grotesken Zahlenverhältnissen. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist dabei der persönliche Mut oder, wie Xenophon sich ausdrückt, die "Seelenkraft". Ein weiterer Aspekt zeigt sich in diesem Beispiel:

Während der römischen Revolutionsjahre regierte in Tigranocerta, einer Stadt am Ufer des Tigris nördlich von Bagdad ein Mann namens Tigranes, König von Armenien. Er hatte sich ungeschickterweise die Feindschaft der damaligen Weltmacht, der Römer, zugezogen. Rom hatte eigentlich genug Probleme mit sich selbst. Daher wurde ein vergleichsweise winziges Expeditionsheer unter dem Feldherrn Lucullus geschickt.

Tigranes hielt sich den Bauch vor Lachen, als er die Römer anrücken sah. Sein Ausspruch wurde weltberühmt: "Für eine Gesandtschaft sind es zuviele, für ein Heer zuwenige." Doch Tigranes verging das Lachen. Nur Stunden später war er vernichtend geschlagen und Rom um ein riesige Provinz reicher geworden. Noch viel erstaunlicher ist die Bilanz des Lucullus, mit der auch ein noch so erfolgreicher General Schwarzkopf der Moderne in der selben Weltgegend nicht mithalten kann: Lucullus verlor genau 5 Soldaten in dieser Schlacht, an der Zehntausende beteiligt waren.

Die Konzentration auf "die Besten"

Lucullus hatte durch Strategie gesiegt. Er hätte vermutlich weit mehr Soldaten mitnehmen können. So schwach war Rom zu dieser Zeit dann wohl doch nicht. Aber Lucullus besann sich anders. Er wählte aus und nahm nur seine besten Leute mit: Kerngesunde, kampferprobte Veteranen. So formte er ein kleines, aber extrem bewegliches, schnelles und kampftüchtiges Heer. Lucullus besiegte eine um ein Vielfaches größere Armee und eroberte so Armenien und das nördliche Zweistromland im Handstreich.

Vielleicht ist das die ideale Version der Konzentration der Kräfte, vielleicht sogar die gesuchte optimale Strategie: Auszuwählen, sich nur der Besten zu bedienen, der besten Mitarbeiter, der besten Werkzeuge und der besten Berater.

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Für die praktische Seite der Strategie siehe auch meineZIELE.


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