Das Gehirn braucht, wie der Körper, eine Aufwärmphase, bis es die höchste Leistung bringt. Welche Konsequenzen hat das?
Wie bringt man das Gehirn auf Touren?
Das Gehirn kommt auf Touren, einfach dadurch, daß man anfängt, es zu benutzen.
Aber die ersten Minuten des Arbeitstags? Wenn es aber darum geht, etwas zu lernen, oder wenn man besonders wichtige Dinge gleich zu Beginn der Arbeit anpacken möchte, ist man auf die volle Leistungsfähigkeit des Gehirns angewiesen. Hier ein paar sinnvolle Möglichkeiten:
- Beginnen Sie den Tag mit Gehirnjogging (siehe Das große Buch vom Gehirnjogging)
- Sprechen Sie mit Menschen, möglichst über ein kontroverses Thema, z.B. aus der Tageszeitung
- Betätigen Sie sich körperlich (Gymnastik, isometrische Übungen, morgentliches Joggen)
- Verwenden Sie 3D-Puzzles zum Aufwärmen
- Vermeiden Sie zusätzliche Trägheit wie Verdauungsmüdigkeit etc (siehe Atemübungen)
- Planen Sie kleine, einfache Aufgaben gezielt nach der Mittagspause oder morgens ein
- Hören Sie auf der Fahrt zur Arbeit anregende Musik
- oder noch besser: Singen Sie auf dem Weg zur Arbeit fröhliche Lieder
- Versuchen Sie die Übungsempfehlungen aus "Brain Gym"
- ...
Achtung Sportler!
Bei Menschen, die sehr intensiv Sport treiben, kann möglicherweise das Optimum der geistigen Leistungsfähigkeit erst bei einem relativ hohen körperlichen Leistungsniveau oder nach relativ langer Aufwärmzeit des Gehirns erreicht werden (das muß allerdings nicht so sein!).
Das würde bedeuten: Einerseits wird durch sportliche Betätigung das Potential des Gehirns gut erschlossen und möglicherweise eine beachtliche geistige Frische erreicht. Andererseits ist im Ruhezustand wenig davon zu bemerken. Der Mensch stellt sich ein Stück weit auf die intensive körperliche Anstrengung ein. Die Aufwärmzeit wird länger. (Man hört sogar die Ansicht, die Leistungsfähigkeit im Ruhezustand könne unter das Leistungsniveau ohne Sport zurückfallen. Wissenschaftlich fundierte Ergebnisse liegen mir allerdings nicht vor)
Wie dem auch sei: Die Aufwärmzeit des Gehirns beträgt nicht immer genau 15 Minuten, wie man das z.B. Schülern für die Hausaufgaben empfiehlt. Sie kann deutlich kürzer und deutlich länger sein. Versuchen Sie selbst wahrzunehmen, wie sich Ihre Leistungskurve entwickelt. Versuchen Sie festzustellen, wie Sie Ihre optimale geistige Leistungsfähigkeit am schnellsten erreichen. Gerade, wenn Ihre persönliche Aufwärmzeit relativ lang sein sollte, lohnen sich beschleunigende Übungen wie Gehirnjogging.
Reflexzonen
Man hat festgestellt, daß beim Jogging die Hirnstromtätigkeit um etwa 30 % zunimmt. Das hängt mit der Sauerstoffversorgung, der Aktivierung des Gleichgewichtssinns und der Aktivierung der Reflexzonen der Fußsohlen zusammen.
Das ist der Grund, aus dem Stepgymnastik (barfuß und mit einem Noppenstep) so enorm aktivierend wirkt. Ausprobieren! Aerobic, also Gymnastikübungen ohne aus der Puste zu kommen ("im aeroben Bereich" bedeutet "Im Sauerstoff-Überschuß"), benutzt häufig Steps.
Das Wichtigste zuerst?
Arbeitsmethodiker empfehlen, sich immer zuerst dem Wichtigsten zuzuwenden. Also morgens als Erstes? Gerade wenn dieses Wichtigste besondere geistige Konzentration und Kreativität erfordert, sollten wir eine Aufwärmphase voranstellen.
Besonders günstig ist eine einfache Planungsphase, beispielsweise die Kontrolle des Zeitplanbuchs, das Übertragen unerledigter Aufgaben, die Vorausschau auf die heutigen Termine, Aufgaben, Geburtstage etc. Die Planung des Tages ist eine sehr wichtige Aufgabe, aber sie ist nicht allzu schwierig. Die Alternative wäre ohnehin, abends zu planen, wenn bereits eine beträchtliche Erschöpfung eingetreten ist etc.
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