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Kosten reduzieren ...


Umgang mit Geld:

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Nenner-Management

Kennen Sie den Begriff "Nennermanagement"? Wenn der Manager eines Unternehmens den Ertrag verbessern möchte, hat er zwei Möglichkeiten: Die Ertragskraft eines Unternehmens wird bestimmt durch den Umsatz und die Kosten. Das Verhältnis besteht aus zwei Zahlen, dem Zähler und dem Nenner.

ManagementDer Zähler ist das, was über dem Bruchstrich steht, in diesem Fall die Steigerung des Umsatzes, die Erschließung neuer Märkte, das Bemühen um neue Produkte und neue Kunden. Der Nenner ist das, was unter dem Bruchstrich steht, in diesem Fall die Reduzierung von Kosten und Investitionen.

Es gibt Unternehmen, die jahrelang schrumpfen und gleichzeitig steigende Gewinne verbuchen. Der Manager kümmert sich fast ausschließlich um den Nenner. Er reduziert die Kosten, den Personalstand, die Werbung und die Investitionen schneller, als der Umsatz in Folge dieser Maßnahmen einbricht. Das ist Nennermanagement.


Nennermanagment auch im Privatleben

Klar, daß das nicht auf Dauer gutgeht. Der Manager nimmt bereits die nächste Karrierestufe, bevor das dicke Ende in Sicht kommt. Und damit endet auch die Übertragbarkeit auf das Privatleben.

Tipp

Sinnvoll sparen in der richtigen Reihenfolge:

1. Alles, was Geld kostet und auch noch schadet, z.B. Nichtraucher werden, Alkohol Entzugskur machen, Süssigkeiten reduzieren ...

2. Alles, was in gleicher Qualität billiger besorgt werden kann, z.B. Benzinpreise vergleichen, gemeinsam einkaufen, feilschen!! Strom- + Telefontarife vergleichen

3. Alles, was mit kleinen Unannehmlichkeiten viel Geld spart: Kleinere Wohnung, wenn die Kinder aus dem Haus sind, Fahrgemeinschaften, Öffentliche Verkehrsmittel, Joggen statt Fitnessraum ...

4. Sammelleidenschaft streng begrenzen. Legen Sie einen Maximalbetrag fest, den Sie für Ihre Sammlung/Hobby im Jahr ausgeben wollen. Unbedingt einhalten!

5. Die großen Kostenblöcke anpacken: Gebrauchtes Auto, Urlaub nach Erholungswert statt Prestige ...

Der Gedanke des Nenner-Managers ist richtig: Auf der Kostenseite läßt sich viel schneller sparen, als sich auf der Zählerseite neue Produkte schaffen oder neue Zielgruppen erschließen ließen. Eine schnelle Besserung der finanziellen Situation muß also auf der Nennerseite stattfinden. Das gilt auch für uns als Privatpersonen.

Wenn Sie also finanzielle Probleme haben oder einfach nur schnell und zuverlässig einen Vermögensaufbau beginnen wollen, dann sollten Sie schnelle und möglicherweise schmerzliche Einschnitte auf der Kostenseite vornehmen.

KleinwagenWo reduziert man Kosten?

An erster Stelle gilt es nun, eine Übersicht zu schaffen. Wir müssen wissen, wohin die großen und die kleinen Kostenblöcke gehen. Wir müssen unterscheiden können nach laufenden Kosten und Einmalkosten. Wir müssen Einsparungspotentiale unterscheiden durch Verzicht auf der einen und günstigen Einkauf des gleichen Produkts auf der anderen Seite.

Stellen Sie also eine Übersicht Ihrer Kosten zusammen. Je schlechter Ihre finanzielle Situation und je höher Ihre Ziele, desto genauer sollten Sie es nehmen. Für heute sollte aber eine grobe Schätzung genügen. Stellen Sie eine Tabelle zusammen:Suchen Sie jeweils die 10 größten

Beispiel: Laufende Kosten

  • Miete
  • Zinsen/Tilgung Darlehen
  • Lebensmittel
  • Auto
  • Zeitung
  • Fernsehgebühren
  • Telefon
  • Kleidung
  • Zigaretten
  • Hobby
  • Alkoholische Getränke
Beispiel: Einmalkosten
  • neuer Couchtisch
  • Urlaub
  • Wochenende Paris
  • neuer Drucker
  • neue Tapeten Schlafzimmer
  • Alufelgen
  • Mountainbike
  • ...

Stellen Sie Ihre Liste mit den 10 wichtigsten Positionen zusammen. Ergänzen Sie geschätzte oder, wenn zur Hand, exakte Geldbeträge.


Für jede Zeile eine Maßnahme

An den meisten dieser Zeilen läßt sich etwas verbessern: Bei den Einmalkosten wird man eher mal auf etwas verzichten müssen, eine Anschaffung verschieben, ein Gebrauchtmöbel vorziehen. Bei den laufenden Kosten wird es schwieriger, aber nicht unmöglich. Gehen Sie weiterhin methodisch vor:

Überlegen Sie zu jeder Zeile mindestens eine Maßnahme:

  • Muß ich zweimal wöchentlich ins Fitness-Studio? Oder könnte ich nicht einfach Joggen gehen?
  • Könnte ich nicht auf einen uralten, gebrauchten Kleinwagen umsteigen? Brauche ich überhaupt ein Auto?
  • Muß die Ferienwohnung wirklich direkt am Strand liegen? Oder reicht es nicht doch zwei Kilometer landeinwärts für das halbe Geld?
  • Brauche ich wirklich eine Tageszeitung? Verschwende ich damit vielleicht nur meine Zeit?
  • Brauche ich den Fernseher? Oder verschwende ich damit nur meine wertvolle Lebenszeit?
  • Sollte ich nicht doch endlich Nichtraucher werden?


Werden Sie Nichtraucher!Die wichtigen Faktoren

Im Grunde kann also jeder in fast allen Situationen bares Geld sparen. Es muss eben nur sorgfältig geprüft werden: Dass zu Fuß gehen preiswerter ist als mit dem Auto zu fahren, ist ja klar; komplizierter wird es bei anderen Erwägungen. Lohnt zum Beispiel der Wechsel zu einem neuen Telefon-Anbieter, wenn plötzlich zwar der DSL-Tarif billiger ist aber der Grundpreis höher? Macht es Sinn, sein Privat- oder Geschäftsgirokonto online zu verwalten oder spart der Gang zur Bank Geld? Lohnt es sich, Erspartes anzulegen und es für sich arbeiten zu lassen oder benötigt man mehr Flexibilität und dauerhafte Verfügbarkeit der Finanzen?

Versuchen Sie, im ersten Anlauf dort Geld zu sparen, wo es Ihnen am leichtesten fällt. Treffen Sie die Maßnahmen möglichst schnell. Das ist wichtig für das Selbstvertrauen.

Im zweiten Anlauf sollten Sie sich den großen Brocken widmen. Versuchen Sie, möglichst spürbare Entlastungen herbeizuführen. Häufig ist das die Reduzierung der Autokosten. Pfeifen Sie auf die Meinung der Nachbarn. Verzichten Sie auf den Neuwagen und fahren Sie Ihren alten Wagen bis kurz vor dem Auseinanderbrechen.


Den Trick der Werbung umdrehen

Kommt Ihnen das bekannt vor? Für nur 5,20 € am Tag können Sie dieses schicke Auto fahren. Und in der Minute sind das nur ...

Drehen Sie diese Argumentation um. Diese 0,70 € am Tag für die Tageszeitung kostet im Jahr eben doch 250 € und in dreißig Jahren mit Zins und Zinseszins ...

Tipp

Mit Kreditkarte sparen!?

Eine Kreditkarte verleitet zum leichtfertigeren Geldausgeben. Wer nicht diszipliniert mit sich selbst und seinem Geld umgehen kann, sollte sich keine Kreditkarte anschaffen.

Alle anderen können mit Kreditkarten Geld und Zeit sparen. Ihr Geld kann einen Monat länger für Sie arbeiten oder Sie vermeiden Überziehungszinsen. Sie haben weniger Überweisungsposten zu bezahlen (und durchzuführen). Und wenn Sie wirklich auf ein Schnäppchen stoßen, können Sie es mitnehmen.

Der Zinseszinseffekt

Wenn man vom Zinseszinseffekt spricht, dann meint man meistens sein Geldvermögen. Aber denken Sie auch mal über die Kostenseite nach. Hier gilt der Zinseszinseffekt ebenfalls.


So funktioniert der Zinseszinseffekt

Ein Beispiel: Sie spielen 10 Jahre lang Lotto, jede Woche 23 €. Sie erhalten dafür einen Traum. Dieser Traum kostet in 10 Jahren zu je 52 Wochen 10x52x23 € = 11960 €. Jedenfalls auf den ersten Blick. Wenn Sie dieses Geld zu 5% verzinslich anlegen, ergibt sich folgende Rechnung:

Jahr
Ersparnis
Zins
Kontostand
1
1196 €
0
1196,00 €
2
1196 €
59,80 €
2451,80 €
3
1196 €
122,59 €
3770,39 €
4
1196 €
188,52 €
5154,91 €
5
1196 €
257,75 €
6608,65 €
6
1196 €
330,43 €
8135,09 €
7
1196 €
406,75 €
9737,84 €
8
1196 €
486,89 €
11420,73 €
9
1196 €
571,04 €
13187,77 €
10
1196 €
659,39 €
15043,16 €
Summe
11960 €
15043,16 €

Abacus
Rechnen Sie mit!

Wenn es gelingt, diese Beträge zu 8% anzulegen, lautet das Ergebnis 17325,93 €. Bei 20 Jahren und 8% Verzinsung ergibt sich anstelle von 20*52*23 € = 23920 € der Betrag von 54731,31 €. Wenn Sie gar permanent Konsumschulden mit 12 % verzinsen, sparen Sie in 30 Jahren 298600 €, wenn Sie darauf verzichten, jede Woche für 23 € Lotto zu spielen oder 23 € für Zigaretten auszugeben...

ZinseszinsBei der Errechnung des Gesamtkapitals "K" bedient man sich der nebenstehenden Zinseszins-Formel. Dabei steht "R" für die jährliche Ersparnis (Im Beispiel 52*23 €). "q" steht für 1+Zinssatz (bei 5% also 1,05). "n" steht für die Zahl der Jahre.

Rechnen Sie sich selbst ein paar Beispiele durch. Es ist äußerst wichtig, daß man sich den Zinseszinseffekt bewußt macht. Er wirkt bei Einsparungen in genau gleicher Weise wie bei der Geldanlage.

Es lohnt sich, über Geld nachzudenken. Also noch einmal: Verschaffen Sie sich eine Übersicht über Ihre wichtigsten Ausgabenposten und treffen Sie für jeden Posten mindestens eine Maßnahme zur Verbesserung!

Weiter: Versuchen Sie noch einen anderen Blickwinkel: Das Ausgabenprofil?



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