Rundgang Denkmethoden (13)


Tennis


 

Ein weiterer, grundsätzlicher Zugang zu rechten Gehirnhälfte besteht darin, die linke Gehirnhälfte abzulenken. Man beschäftigt sie mit etwas anderem.

Ein vielzitiertes Beispiel ist Tennisspielen. Die linke Gehirnhälft versteht davon nichts. Tennis ist etwas für Intuition, räumliche Vorstellung und Motorik. Die Nörgelei der linken Hemisphäre: "Halt doch den Schläger um zwei Grad steiler nach oben ..." ist völlig unnütz.

Insbesondere Anfänger und Menschen, die selten spielen, leiden unter der Einmischung der linken Gehirnhälfte.

Begleitet man jeden Schlag mit dem Wort "Schlag", dann hat die linke Gehirnhälfte etwas zu tun. Sie ist dauerhaft beschäftigt und hat gar keine Chance, sich einzumischen. Das Spiel wird besser...
 

 
 
 


 
 Zähneputzen

Albert Einstein soll erzählt haben, die besten Ideen habe er beim morgentlichen Rasieren gehabt. Zwei Aspekte sind an dieser Beobachtung besonders interessant.

Erstens ist das die Tatsache, dass diese "besten Ideen" zu einem Zeitpunkt kommen, zu dem das Gehirn seine "Aufwärmzeit" noch garnicht hinter sich gebracht hat. Es ist noch garnicht optimal leistungsfähig. Aber das Gehirn hat es, wie nach einer "homöopathischen" Dosis Bier, einfacher, die rechte Gehirnhälfte zu nutzen. Das linke Gehirn wird möglicherweise langsamer aufgewärmt und auch schneller abgestellt als die rechte Gehirnhälfte, wenn die Beobachtungen von Kekulé richtig sind.

Der zweite Aspekt ist die Abwesenheit von Denken. Beim Zähneputzen oder Rasieren denkt man nicht zu sehr nach, sondern lässt dem Gehirn im Grunde freien Auslauf.
 

 Aber können wir das willentlich tun? Nicht denken?
 

  
 
 
 


 
 
BogenschießenEinige Politiker vermitteln manchmal den Eindruck, nichts zu denken, sei eine einfache Sache. Doch weit gefehlt.

Wirklich nichts zu denken, also seine linke Gehirnhälfte völlig zur Ruhe zu bringen, ist ausgesprochen schwer. Genau das aber ist der Extremfall, wenn wir vom Umstieg auf die rechte Gehirnhälfte sprechen. Er wird verwirklicht zum Beispiel in den japanischen Zen-Techniken, insbesondere beim Bogenschießen.

Erreicht wird diese Fähigkeit im Wesentlichen durch Üben, Üben,Üben ... bis es auch wirklich nichts mehr gibt, worüber man bei diesem Sport nachdenken könnte. Das Denken hört sozusagen von alleine auf.

Ein äußerst wichtiger Zwischenschritt sind dabei Atemtechniken.
 

Viel Erfolg also bei der Erforschung Ihrer rechten Gehirnhälfte!
 
 


Wie aber nutzen wir die linke Gehirnhälfte besser?