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9-Tage-Gedächtnistraining: Tag 6

9-Tage-Gedächtnistraining: Tag 6

Namen und Gesichter zuverlässig zu erinnern, ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Aber auch dafür gibt es eine Menge guter Tricks.

Das Personengedächtnis

Wenn es uns schwerfällt, uns die Namen von Menschen zu merken, dann liegt das oft einfach daran, dass uns die Menschen wenig bedeuten. Das klingt hart, ist aber oft genug wahr. Der wichtigste "Trick", sich Namen und Gesichter besser zu merken, besteht darin, sich mehr für die Menschen zu interessieren. Was bedeutet mir dieser Mensch? Mag ich ihn? Mag er mich? Ist er nur ein Kunde unter 1000 oder ist der genau der Kunde, den ich heute optimal bedienen möchte? ...

Genauso verhält es sich mit den Gesichtern. Viele Menschen sehen sich noch nicht einmal bei der Begrüßung ins Gesicht. Wie sollte man sich dabei die Details eines Gesichtes merken? Versuchen Sie daher, Gesichter genauer zu sehen. Augen, Nase, Mund, Frisur, Ohren ... Sehen Sie sich Gesichter genauer an.

Aufgabe 1

Sehen Sie sich in den nächsten Tagen unauffällig Ihre Mitmenschen genauer an als sonst. Denken Sie über jeden Menschen, sein Gesicht und seinen Namen kurz nach. Alleine dadurch wird sich Ihr Personengedächtnis spürbar verbessern.

Thomas MannNamen und Bilder

Namen, so heißt es oft, sind einfach zu merken. Heißt jemand Mann, dann stellen Sie sich einen Mann vor. Heißt jemand Vogel, so stellen Sie sich vor, ein Vogel säße auf seinen Schultern. Prägen Sie sich solche Bild- Namens-Kombinationen ein und schon vergessen Sie nichts mehr ..

Aber ist es wirklich so einfach?

Carl Gustav Jung
Nehmen wir ein anderes Beispiel: Jemand ist zwar schon etwas älter, heißt aber Jung. Nun sind bereits Hilfsmittel gefragt. Stellen Sie sich vor, er hätte einen Schnuller im Mund! Oder stellen Sie sich vor, wie Herr Jung seine Brille wegwirft, seine Haare dunkel färbt und einen Hürdenlauf trainiert.

Bildhafte Namen kann man immer auch irgendwie an die Vorstellung von der Person koppeln. Aber nicht jeder hat einen bildhaften Namen ...

Übung 1:

Bitte bilden Sie lebhafte Vorstellungen: Wie merken Sie sich Dr. Dreißiger? Frau Pillin? Herrn Pelzicki? Dr. Taschnik, Baron von Eckrath, Frl. Clarissa Starling, Frau Treppow, Herrn Ribbentrop, Frau Paulwitz?


Wenn nun aber jemand Dr. Wladyslaw Bieganski heißt? Und wie soll man das auch noch mit dem Gesicht verbinden? Wir finden innerhalb des Namens die anschaulichen Begriffe "Gans" und "Ski". Daraus lassen sich nun Vorstellungen bilden. Sieht nicht der Bart entfernt wie Gänsefedern aus? Zumindest läßt sich das vorstellen. Stellen wir den Mann im Bild auf Skier und lassen wir ihn ein Bier trinken, so kommen allmählich die Bestandteile des Namens zusammen.

Auch der Vorname, vielleicht ein Slawe im Wald, lässt sich irgendwie zusammensetzen.

Übung 2:

Albert BallinBitte bilden Sie lebhafte Vorstellungen: Wie merken Sie sich August den Starken? Herrn Wolf, Frl. Stein, Herrn Fröhlich, Herrn Kaiser, Dr. von Bärenburg, Frau Maurer, Herrn Baumstark, Frau Zureich?

Nun gibt es eine Menge Namen, die klingen so ähnlich wie ein Gegenstand. Nehmen wir Herrn Ballin. Ein ungewöhnlicher Name und doch leicht zu merken: Sieht nicht der Kopf ein klein wenig aus wie ein Ball? Und wenn man sich noch vostellt, man würde den Ball nach Berlin kicken? Schon ist Ballin perfekt ...

Sie sehen, auch ein Name, der nicht unmittelbar anschaulich ist, wird auf einem Umweg anschaulich und leicht einprägsam gemacht.

Übung 3:

Papst Paul VIBitte bilden Sie lebhafte Vorstellungen: Wie merken Sie sich Frau Brkic? Herr Hils? Herr Broß? Familie Tokos? Frau Meta? Herrn Py? Frau Lir?

Auf einer Party ist es oft nur der Vorname, den wir erfahren, z.B. Paul. Grundsätzlich gilt für Vornamen alles, was bisher über Namen gesagt wurde. Allerdings ist es mit Vornamen leichter, Personen gleichen Vornamens zu finden. Stellen Sie sich vor, wie Paul einem anderen Paul, den Sie schon kennen, die Hand schüttelt ...

Übung 4:

Bitte bilden Sie lebhafte Vorstellungen: Wie merken Sie sich die Herren Jeczmirek, Jablonsky, Demirenkow, Rahdinovic und Jaruszielsky? Oder Frau Bruggey? Herrn Codelcemski? Frau Labindschusnec? Frau Balagoula? Frau Dolipskinov?

Maria Kallas Man nennt diesen Trick die "Ersatzwortmethode". Sie ist praktisch universell einsetzbar, aber manchmal doch recht mühsam. Daher ist es wichtig, mutig zu lustigen Vergleichen zu greifen, auch einmal das krasse Gegenteil einbeziehen oder absurde, groteske Zusammenstellungen zu bilden. Mit Humor lässt sich vieles leichter merken.

Gerade kurze Namen, z.B. Kallas, machen manchmal Probleme und können auch verlängert werden: Wie wäre es mit einer hässlichen Kellerassel als Merkwort für die schöne Maria Kallas?

Übung 5:

Bitte bilden Sie lebhafte Vorstellungen: Wie merken Sie Frank, Fritz, Anna, Lothar, Hedwig, Mina, Anita, Sebastian, Nicole, Hans-Martin, Lydia, Marita, Beatrix, Andrej, Rigo, Ingolf, Thilo, Zora? Vitalij Bazantinec?

Kaiser KonstantinBei Vornamen bietet es sich häufig an, Bezüge zu historischen Personen herzustellen. Manchmal hilft eine "historische Verknüpfung" auch, beliebige Personen besser einzuprägen: Stellen Sie sich ein Denkmal der Person vor, die Sie sich merken wollen. Wie würde der Mensch aussehen, hoch oben auf einem Sockel, in Bronze gegossen? Was würde er in der Hand halten? Welche wichtigen Gesichtszüge würden markant hervortreten? Welchen Namen würde, in Gold geprägt, der Marmorsockel tragen? ...

Einfach mal ausprobieren ...

Übung 6:

Bitte bilden Sie lebhafte Vorstellungen von Denkmälern: Wie merken Sie sich August Frey, Eva Nickel, Max Starek, Arthur Pleger, Heinrich Degen, Michael Kellner, Thor Kary?

Aufgabe 7:

Bitte lesen Sie ein weiteres Kapitel in "Das perfekte Gedächtnis" und führen Sie die dortigen Übungsvorschläge aus.

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